Geheimnisse und Tricks für „richtige“ Klärgruben, über die aus irgendeinem Grund niemand spricht. Wie man bei der Abwasserentsorgung ordentlich sparen kann.
Manche Themen mögen unangenehm sein, betreffen aber dennoch die meisten Hausbesitzer in Vororten. Dazu gehört beispielsweise die Installation und der Betrieb von Klärgruben und Abwassertanks. Trotz der Sensibilität des Themas ist es hochrelevant, und früher oder später muss sich jeder Sommergast mit diesen Feinheiten auseinandersetzen. Deshalb möchte ich meine Erfahrungen teilen, um Fehler zu vermeiden und Geld zu sparen.
Es gibt viele Mythen über die Funktionsweise von Klärgruben. Einer der häufigsten ist, dass man eine tiefe Grube nur alle fünf Jahre leeren lassen muss. Das entspricht jedoch nicht der Realität. Die Tiefe ist nur ein Faktor, der die Reinigungshäufigkeit beeinflusst. Tatsächlich hängt viel von der fachgerechten Installation ab. Ich erkläre Ihnen, wie Sie sicherstellen, dass Sie die Klärgrube nur alle paar Jahre leeren lassen müssen.

Beim Bau von Klärgruben unterlaufen vielen Menschen häufige Fehler, die allein für die Instandhaltung hohe jährliche Kosten verursachen. Ich kann Ihnen helfen, diese Kosten zu senken und unnötige Ausgaben zu vermeiden.
Die meisten Dörfer und sogar einige moderne Siedlungen verfügen nicht über zentrale Abwassersysteme, sodass die Hausbesitzer das Problem selbst lösen müssen. Viele graben einfach ein tiefes Loch, ohne an zusätzliche Ausrüstung zu denken. Dabei wird der Grundwasserspiegel, ein wichtiger Faktor, nicht immer berücksichtigt.
Liegt der Grundwasserspiegel nahe beieinander, beispielsweise innerhalb eines Meters, sollte die Grube nicht tiefer als einen Meter sein, darf aber breiter sein – bis zu zwei Meter im Durchmesser. Liegt das Wasser tiefer als zwei Meter, kann eine Standardgrube von bis zu drei Metern Tiefe und etwa 1,5 Metern Breite ausgehoben werden, wobei Betonringe – einer pro Meter Tiefe – verwendet werden.

Es empfiehlt sich, den Grubenboden aus Beton zu gießen. Eine Füllung mit Schotter ist ineffektiv, und ich werde später erläutern, warum. Die Konstruktion selbst sieht folgendermaßen aus: Drei Ringe werden in ein drei Meter tiefes Loch auf einem Betonfundament eingelassen. Ein Deckel mit Abflussklappe wird daraufgesetzt. Die Fugen zwischen den Ringen müssen nicht abgedichtet werden – die Spalten füllen sich mit der Zeit von selbst.

Es ist wichtig zu verstehen: Im Inneren der Grube entwickelt sich aktiv eine Mikroflora, deren Bakterien einen Film bilden, der verhindert, dass Abfallstoffe in den Boden gelangen. Dies ist eine natürliche Barriere, die ohne Ihr Zutun funktioniert.
Nun zu den Kosten. Wenn Sie alle zwei Monate die Kanalreinigung rufen, summiert sich das im Jahr zu einer beträchtlichen Summe. Warum zu viel bezahlen, wenn Sie sparen können?

Der Tipp ist einfach: Graben Sie zwei Gruben. Ja, das verursacht während der Bauphase Kosten, die sich später aber deutlich reduzieren. Zwei Gruben bieten mehr Platz und füllen sich daher langsamer. Sie benötigen lediglich ein Filterfach, um Schwebstoffe und Fett aufzufangen. Hierfür wird ein T-Stück in das Überlaufrohr eingebaut – es hilft, die Flüssigkeit von Fett und Schmutz zu trennen.

Dieses System reduziert nicht nur den Gerätebedarf, sondern schont auch den Boden. Die Grube ist geruchsneutral, beeinträchtigt nicht das Naturerlebnis und verursacht keinerlei Unannehmlichkeiten.
Ein gut geplantes System ermöglicht Ihnen somit erhebliche Kosteneinsparungen. Die Investition in eine zusätzliche Grube amortisiert sich schnell. Eine solche Konstruktion ist langlebig und vermeidet laufende Kosten.

Nun zurück zum Schotter. Viele füllen aus Gewohnheit den Boden der Grube mit Kies, in der Hoffnung, dass das Wasser dadurch gefiltert wird. Leider ist dies nur eine vorübergehende Lösung: Schon bald verstopfen alle Poren des Schotters mit Bakterien, und das Wasser kann nicht mehr abfließen. Die Grube muss dann trotzdem abgepumpt werden, und die Investition in den Schotter war umsonst.
Ich hoffe, meine Tipps helfen Ihnen, Geld zu sparen und Ihre Klärgrube komfortabler und langlebiger zu gestalten.