SCHWARZE JOHANNISBEERE IM HERBST ZURÜCKSCHNEIDEN!
Herbstschnitt der Schwarzen Johannisbeere – warum er so wichtig ist
Die Schwarze Johannisbeere sollte idealerweise im Herbst geschnitten werden, wenn sich die Pflanze bereits in der Ruhephase befindet. In dieser Zeit verträgt der Strauch den Schnitt besonders gut, da das Wachstum abgeschlossen ist und sich die Schnittstellen bis zum Winter regenerieren können. Der beste Zeitpunkt beginnt nach dem Laubfall und endet etwa zwei bis drei Wochen vor den ersten starken Frösten.
Optimale Zeit für den Schnitt im Herbst
Als optimaler Zeitraum für den Rückschnitt der Johannisbeere gelten Mitte September bis Anfang oder Mitte November. Ein fachgerecht durchgeführter Herbstschnitt hilft nicht nur dabei, den Strauch in Form zu bringen, sondern reduziert auch die Anzahl überwinternder Schädlinge. Gleichzeitig wird die Pflanze besser auf die kalte Jahreszeit vorbereitet und startet im Frühjahr kräftiger.
Sanitärer Rückschnitt als erster Schritt
Der Schnitt der Schwarzen Johannisbeere beginnt immer mit der sanitären Reinigung des Strauches. Zuerst werden alle trockenen, abgebrochenen, kranken oder von Schädlingen befallenen Triebe entfernt. Auch unreife, deformierte und sich kreuzende Äste sollten vollständig herausgeschnitten werden. Triebe, die auf dem Boden liegen oder stark nach unten wachsen, sind ebenfalls zu entfernen, da sie die Ernte erschweren und häufig kleine, verschmutzte oder kranke Beeren tragen.
Beim Schneiden ist es besonders wichtig, die Äste so bodennah wie möglich zu entfernen und keine Stummel stehen zu lassen. In solchen Resten können sich Schädlinge einnisten und Krankheiten überdauern.
Krankheits- und Frostschäden erkennen
Zeigen sich auf der Schnittfläche schwarze oder braune Punkte oder ein durchgehender Gang im Inneren des Triebes, deutet dies auf Frostschäden oder einen Befall durch den Johannisbeerglasflügler hin. Solche Triebe müssen konsequent bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten oder vollständig entfernt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Nach dem sanitären Schnitt folgt der verjüngende Rückschnitt. Dabei werden zunächst alle Äste entfernt oder auf junge Seitentriebe abgeleitet, die älter als fünf Jahre sind. Ist der Strauch bereits gut aufgebaut und besitzt mehr als acht kräftige zweijährige Triebe, können auch Äste ab drei Jahren entfernt werden.
Verjüngung und Pflege für hohe Erträge
Im nächsten Schritt werden alle einjährigen Triebe um etwa ein Drittel gekürzt. Dies fördert die Verzweigung und sorgt im kommenden Jahr für mehr Fruchtholz. Abschließend erfolgt der sogenannte Erhaltungs- oder Auslichtungsschnitt, bei dem überzählige, schwache oder ungünstig wachsende Triebe entfernt werden.
Ein ausgewachsener Strauch der Schwarzen Johannisbeere sollte aus etwa 15 bis 20 Trieben bestehen, verteilt auf drei Altersstufen. Bei besonders kräftigen Pflanzen können es auch bis zu 25 Triebe sein. Eine größere Anzahl führt lediglich zu einer Verdichtung der Krone und mindert die Qualität sowie Größe der Beeren.
Gut geschnittene Sträucher bringen bessere Ernten
Ein korrekt durchgeführter Herbstschnitt sorgt für mehr Licht und Luft im Inneren des Strauches, reduziert Krankheiten und verbessert den Ertrag deutlich. Wer regelmäßig schneidet, erhält gesunde Pflanzen und aromatische, große Beeren über viele Jahre hinweg.
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