Statt sie wegzuwerfen, erfahren Sie hier, wie Sie eine absterbende Orchidee ohne Blüten und mit trockenen Blättern retten und wieder zum Blühen bringen können.
Orchideen gelten mitunter als extrem empfindliche Blumen, die ständige Pflege benötigen. Das stimmt zum Teil, doch andererseits ist die Orchidee auch eine sehr robuste und widerstandsfähige Pflanze. Manchmal ist sie so verzweifelt, dass man denkt, es gäbe nichts mehr zu tun. Gerade in solchen Fällen kann man eine Orchidee ohne Blüten und mit vertrockneten Blättern retten und wieder aufpäppeln, anstatt sie wegzuwerfen.
Die Orchidee ist eine Blume, die einem Model auf dem Laufsteg gleicht. Ihre Schönheit ist es wert, in der Wohnung gehalten zu werden, um einen bestimmten Akzent zu setzen. Doch Eile und Unachtsamkeit können ihr schaden. Wundern Sie sich also nicht, wenn die Orchidee aufgrund solcher Fehler Blüten verliert, welkt und abstirbt.
Die Pflanze stirbt erst, wenn alle Blüten abgefallen sind, die Blätter vertrocknet und die Wurzeln verfault sind. Es ist kein schöner Anblick, aber in diesem Fall lässt sich nicht mehr viel tun.
Wenn die Pflanze hingegen noch mindestens ein grünes Blatt hat, werfen wir sie nicht weg, denn sie ist noch nicht tot. Mit etwas Pflege kann sie sich vielleicht erholen.
So retten Sie eine Orchidee ohne Blüten und mit vertrockneten Blättern: Wenn nur noch ein oder zwei Blätter an der Pflanze sind, sollten Sie sofort handeln. Es ist völlig normal, dass Orchideen im Laufe des Jahres ihre Blüten verlieren. Nicht normal ist es jedoch, dass die Blätter zusammen mit den Blüten vertrocknen.
Um eine Orchidee mit nur noch ein oder zwei Blättern zu retten, gehen wir folgendermaßen vor: Zuerst befreien wir sie aus dem Topf, indem wir die Erde entfernen. Nun betrachten wir die Luftwurzeln, die zwar abgestorben, aber nicht vollständig vertrocknet sein sollten, um zu sehen, ob sich noch grüne Blätter daran befinden.
Mit einer desinfizierten Schere schneiden wir die Überreste der abgestorbenen Wurzeln und die vertrockneten Teile ab und lassen die noch lebenden Wurzeln stehen. Nach der Reinigung bereiten wir den neuen Standort für die Pflanze vor.
Wir nehmen ein durchsichtiges Glasgefäß und füllen es mit vier Teilen Wasser und einem Teil Wasserstoffperoxid. Letzteres sorgt für ein pflanzenfreundliches Umfeld und beschleunigt die Wurzelbildung. Das Wasser sollte die Wurzeln nur leicht bedecken, die Blätter dürfen nicht berührt werden, da sie sonst faulen.
Wir lassen den Sämling etwa 40 Tage im Wasser stehen. So können wir sehen, ob sich die Wurzeln erholt haben und vielleicht sogar neue gebildet wurden. Auch die Blätter sollten voll entwickelt sein.
Umtopfen der Orchidee: Jetzt setzen Sie die Orchidee in einen neuen Topf. Verwenden Sie dazu einen neuen Topf und frische Erde. Füllen Sie den Topfboden mit Erde und setzen Sie den Sämling hinein, sodass die Erde bis unter die Blätter reicht. Gießen Sie die Orchidee regelmäßig an, und im Laufe der Monate wird sie wieder zu ihrer vollen Pracht zurückfinden.