Warum viele Gärtner Kurkuma auf ihre Pflanzen gießen
Wenn Sie jemals in Ihrer Küche mit einem Glas Kurkuma in der Hand standen und dachten: „Das kann mehr als nur Curry würzen“, dann haben Sie völlig recht.
Das leuchtend gelbe Pulver in Ihrem Gewürzregal erobert auch still und leise seinen Platz im Gartenhäuschen.
Ob im Garten, auf dem Balkon oder im Beet – immer mehr Gärtner setzen auf Kurkuma als natürliches Mittel zur Förderung der Pflanzengesundheit.
Und wenn man erst einmal verstanden hat, warum, möchte man es am liebsten selbst in die Erde streuen.
Die verborgenen Kräfte der Kurkuma
Warum viele Gärtner ihre Pflanzen mit Kurkuma düngen
Kurkuma (Curcuma longa) wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin verwendet. Seine entzündungshemmenden, antibakteriellen und antimykotischen Eigenschaften sind weithin bekannt, und es hat sich herausgestellt, dass diese Eigenschaften auch Pflanzen zugutekommen.
Der Wirkstoff ist Curcumin, ein goldener Farbstoff, der Krankheitserreger hemmt, Wunden heilt und sogar Schädlinge fernhält.
Kurkuma kann zwar weder Sonne, Wasser noch gute Erde ersetzen, ist aber eine wirkungsvolle Ergänzung Ihrer natürlichen Gartenmittel, insbesondere wenn Sie auf synthetische Chemikalien verzichten möchten.
4 Gründe, warum Gärtner Kurkuma auf ihre Pflanzen streuen
- Pilzinfektionen auf natürliche Weise bekämpfen
Warum viele Gärtner Kurkuma auf ihre Pflanzen streuen
Pilze können für Gärtner ein heimtückischer Feind sein. Wurzelfäule, Umfallkrankheit und Mehltau machen sich erst bemerkbar, wenn der Schaden bereits angerichtet ist.
Kurkuma bietet sanften, vorbeugenden Schutz. Streuen Sie etwas Pulver um die Basis anfälliger Pflanzen wie Tomaten, Bohnen oder Gurken. So entsteht eine Barriere, die das Anhaften von Pilzsporen verhindert.
Sie können Kurkuma auch mit Wasser mischen und als Wurzeltränke für junge Sämlinge oder nach starkem Regen um die Pflanzen herum verwenden.
Bei einem bestehenden Problem kann ein einfaches, selbstgemachtes Spray aus Kurkuma und warmem Wasser (vor dem Sprühen ziehen lassen und abseihen) helfen, die Ausbreitung von Blattflecken oder Mehltau an den Blättern zu verlangsamen.
- Pflege von Schnitt- oder beschädigten Pflanzen
Beim Schneiden von Sträuchern oder Ernten von Kräutern werden die Schnittstellen zu einem idealen Nährboden für Bakterien oder Pilze. Gärtner bestäuben die Wunde oft direkt mit Kurkumapulver, um sie zu verschließen und Infektionen vorzubeugen.
Dies ist besonders nützlich für Obstbäume, Kürbisgewächse oder Rosen, die bei Beschädigung anfällig für Fäulnis sind.
Eine kleine Menge reicht völlig aus, und im Gegensatz zu synthetischen Wundverschlussmitteln schadet Kurkuma weder der Pflanze noch dem umliegenden Boden.
- Sanfte Schädlingsbekämpfung
Warum viele Gärtner Kurkuma auf ihre Pflanzen streuen
Kurkuma ist für Schädlinge nicht gerade eine Delikatesse. Sein bitterer Geschmack und sein charakteristisches Aroma machen es für Ameisen, Blattläuse und sogar bestimmte Käfer unattraktiv.
Wenn Sie Ameisenstraßen an Ihren Pflanzenstängeln entdecken oder Blattläuse an neuen Trieben beobachten, bestäuben Sie die Pflanzenbasis oder die Blätter mit Kurkuma, da sich Schädlinge dort bevorzugt aufhalten.
Sie können Kurkuma auch mit etwas Mehl oder Maismehl mischen, um gezielt Schädlinge wie Ameisenstraßen zu bekämpfen.
Kurkuma schadet weder Bestäubern noch Nützlingen und ist daher eine sicherere Alternative zu vielen im Handel erhältlichen Insektenschutzmitteln.
- Schutz von Sämlingen vor der Umfallkrankheit
Die Anzucht von Samen zu Hause ist eine Freude, bis eines Morgens der leuchtend grüne Keimling an der Erdoberfläche zusammenfällt und vertrocknet. Dieses ärgerliche Phänomen, die sogenannte Umfallkrankheit, wird durch Pilze im Boden verursacht.
Eine dünne Schicht Kurkumapulver auf den Anzuchtschalen nach der Aussaat hilft, diese Pilze abzuwehren.
Viele Gärtner schwören auf diesen Trick, besonders bei Anzuchterden, die lange feucht bleiben.
Ein paar Tipps vorab: Kurkuma ist am wirksamsten, wenn es sparsam verwendet wird. Wenig Pulver im Boden oder auf einem Blatt reicht völlig aus, da zu viel das Gleichgewicht des Bodens stören oder die mikrobielle Aktivität beeinträchtigen kann.
Kurkuma färbt außerdem ab. Tragen Sie Handschuhe und seien Sie vorsichtig, wenn Sie in der Nähe von Wegen oder auf weißen Töpfen damit arbeiten.
Wenn Sie Kurkuma für Ihren Garten verwenden möchten, können Sie selbstverständlich auch handelsübliches Kurkumapulver aus Ihrer Küche verwenden. Bio-Kurkuma ist jedoch in der Regel die beste Wahl.
Pflanzen, die am meisten von Kurkuma profitieren
Kurkuma ist vielseitig im Garten einsetzbar, bietet aber den größten Nutzen für:
Tomaten
Gurken
Bohnen
Zucchini und Kürbis
Zimmerpflanzen (insbesondere Geigenfeigen oder Efeututen mit Wurzelproblemen)
Rosen und Zitrusbäume (zur Wundheilung)
Sie können Kurkuma sogar bei Zwiebelfäule in Knoblauch- oder Zwiebelbeeten ausprobieren oder um Kräuter wie Basilikum und Minze herum anwenden, die im Haus häufig Trauermücken anziehen.
Warum viele Gärtner Kurkuma auf ihre Pflanzen gießen