Blattläuse an Gurken. So behandle ich sie nun schon im zweiten Jahr chemiefrei. Und es funktioniert!
Letzte Saison hätte ich beinahe keine Gurkenernte gehabt. Alles schien perfekt: kräftige Ranken, sattgrüne Blätter und junge Gurken, die gerade erst austrieben.
Doch eines Morgens bot sich mir ein erschreckender Anblick: Die Blattunterseiten wimmelten nur so von Blattläusen. Die Blätter rollten sich zu Röhren zusammen und verfärbten sich bald gelb.
Ich habe noch nie gerne aggressive Chemikalien verwendet.
Nach der Anwendung der meisten Insektizide muss man ziemlich lange warten, bis man wieder ernten kann, und der Juni markiert den Beginn der Saison für frische Gurken und das erste selbst eingemachte Gemüse.
Vor einigen Jahren beschloss ich, verschiedene Hausmittel gegen Blattläuse auszuprobieren.
Ich testete sieben Methoden. Sechs davon waren fast wirkungslos, aber eine war wirklich effektiv.
Dieses Rezept verwende ich noch heute. Innerhalb von 24 Stunden geht die Schädlingspopulation stark zurück, und ein erneuter Befall tritt normalerweise erst nach einigen Wochen wieder auf.
Gurken können nach der Behandlung und gründlichem Waschen am Tag danach bedenkenlos verzehrt werden.
Warum der Juni besonders gefährlich ist:
Zu Beginn des Sommers treten Blattläuse vermehrt auf. Insekten, die zuvor auf Unkraut lebten, wandern zu Gemüsepflanzen ab.
Junge Triebe, oberirdische Pflanzenteile und neu gebildete Fruchtknoten sind besonders betroffen.
Wird der Befall nicht rechtzeitig erkannt, schwächen sich die Pflanzen, die Blätter rollen sich ein, und die Früchte können klein und deformiert bleiben und einen unangenehm bitteren Geschmack entwickeln.
Bei heißem Wetter können manche Chemikalien zusätzlich Blattbrand verursachen. Daher bevorzuge ich schonendere Methoden.
Blattlauslösung ohne aggressive Chemikalien:
Für die Zubereitung benötigen Sie nur wenige Zutaten:
1 gestrichener Esslöffel Natron;
5 Tropfen Jodlösung;
1 Esslöffel Flüssigseife oder mildes Tiershampoo;
3 Liter warmes Wasser.
Das Wasser sollte warm, aber nicht heiß sein.
Zubereitung: Geben Sie drei Liter Wasser in ein Einmachglas oder einen anderen geeigneten Behälter. Lösen Sie das Natron darin auf und fügen Sie Jod und Flüssigseife hinzu.
Die Seife dient weniger der Schädlingsbekämpfung, sondern sorgt dafür, dass die Lösung besser an den Blättern haftet und nicht sofort auf den Boden läuft.
Richtige Anwendung: Der häufigste Fehler ist, nur einmal zu sprühen.
Es ist besser, in mehreren Schritten vorzugehen.
Besprühen Sie die Pflanzen am Abend gründlich und achten Sie besonders auf die Blattunterseiten – dort verstecken sich Blattlauskolonien meist.
Nach einigen Stunden ist es ratsam, die Wurzeln mit klarem Wasser zu gießen. So bleibt die Bodenfeuchtigkeit erhalten.
Am nächsten Morgen können Sie die Behandlung mit einer verdünnteren Lösung wiederholen.
Verwenden Sie dazu etwa einen halben Esslöffel Natron pro Eimer Wasser.
Oft bemerkt man schon eine Stunde nach der ersten Behandlung, dass sich die Insekten verfärben und abfallen.
Es ist wichtig, die Behandlung nur abends oder an bewölkten Tagen durchzuführen. Das Besprühen mit der Natronlauge in der prallen Sonne kann die Blätter verbrennen.
Wie man einen erneuten Blattlausbefall verhindert
Selbst nach dem Abtöten der erwachsenen Insekten können Ameisen das Problem weiter verbreiten. Sie verbreiten die Blattläuse auf den Pflanzen und schützen sie.
Daher ist es wichtig, die Umgebung sorgfältig zu untersuchen und, wenn möglich, Ameisenhügel in der Nähe der Beete zu entfernen.
Um Ameisen abzuwehren, verwenden manche Gärtner gemahlenen Zimt und streuen ihn entlang der Wege und um die Pflanzen herum.
Es ist außerdem ratsam, die am stärksten eingerollten Blätter zu entfernen. Diese erholen sich in der Regel nicht und schwächen die Pflanze nur weiter.
Das Endergebnis
In den letzten beiden Saisons hat mich diese Methode nie im Stich gelassen. Selbst bei starkem Blattlausbefall klärten sich die Blätter nach zwei aufeinanderfolgenden Behandlungen allmählich auf, und die Pflanzen wuchsen normal weiter.
Wichtig ist, die Behandlung nicht hinauszuzögern. Je früher Sie mit der Schädlingsbekämpfung beginnen, desto leichter lassen sich die Pflanzen gesund halten und eine gute Gurkenernte erzielen.