Ich ernte die Gurken noch nicht im August – ich mache es, und sie tragen Früchte bis zum sehr kalten Wetter!
Im August sehen Gurkentriebe schon etwas mitgenommen aus: Die unteren Blätter vergilben, die Fruchtknoten werden kleiner, und die Früchte wachsen langsam und nehmen eine unregelmäßige Form an. Ich lasse mir aber Zeit beim Säubern des Beetes. Solange die Pflanzen nicht von schweren Krankheiten befallen sind, verlängert die richtige Pflege die Erntezeit um einige Wochen.
Ich entferne alles Überflüssige. Zuerst untersuche ich jeden Strauch und schneide mit einer sauberen, scharfen Gartenschere vergilbte, trockene und fleckige Blätter ab. Auch schwache Triebe ohne Fruchtknoten entferne ich. Man sollte nicht zu viele gesunde Blätter auf einmal entfernen, da die Pflanze diese zur Nährstoffversorgung der Früchte benötigt.
Alle abgeschnittenen Teile entferne ich sofort aus dem Beet. Blätter mit Flecken, weißem Belag oder Anzeichen von Fäulnis gebe ich nicht auf den Kompost, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.
Zu lange Triebe kappe ich, grüne Triebe mit Fruchtknoten lasse ich jedoch stehen. Nach dieser Verjüngung konzentriert die Pflanze ihre Energie nicht auf unkontrolliertes Triebwachstum, sondern auf die Entwicklung junger Triebe und Gurken.
Ich führe eine leichte Blattdüngung durch.
Im kühlen Augustboden nehmen die Wurzeln Nährstoffe langsamer auf. Daher kann eine Blattdüngung geschwächte Gurkenpflanzen unterstützen.
Dazu löse ich 10–15 g Harnstoff in 10 Litern Wasser auf. Ich besprühe die Blätter früh morgens oder abends, wenn die Sonne nicht zu stark scheint, mit kleinen Tropfen. Zuerst teste ich die Lösung an einem Blatt und behandle erst dann das gesamte Beet. Ich dünge nicht öfter als alle 10–14 Tage.
Wenn die Pflanzen Anzeichen einer Pilzkrankheit aufweisen, reicht eine Düngung nicht aus. In diesem Fall entferne ich zuerst die befallenen Blätter und verwende ein für Gurken zugelassenes Produkt. Dabei muss ich unbedingt die Anweisungen und die Wartezeit vor der Ernte beachten.
Ich gebe Gurken Kalium.
Im August übertreibe ich es nicht mit Stickstoffdüngung. Zu viel Stickstoff kann zu starkem Blattwachstum führen, während Gurken insbesondere Kalium für den Fruchtansatz und die Fruchtreife benötigen.
Zur natürlichen Düngung nehme ich ein Glas gesiebte Holzasche, übergieße es mit 10 Litern heißem Wasser und lasse es einen Tag lang ziehen. Vor der Anwendung mische ich die Mischung und gieße etwa 0,5–1 Liter des Aufgusses unter jede Pflanze. Ich dünge nur nach dem regulären Gießen auf feuchter Erde.
Ich verwende die Asche nur dort, wo der Boden nicht zu alkalisch ist. Ich mische sie nicht mit Harnstoff oder anderen Stickstoffdüngern.
Ich gieße seltener, aber mit warmem Wasser. Da die Nächte im August kühl werden, kann kaltes Brunnenwasser die Wurzeln stressen. Ich sammle das Wasser im Voraus in einem Fass und lasse es in der Sonne erwärmen.
Ich gieße Gurken morgens direkt unter die Wurzeln. Dabei achte ich darauf, die Blätter und den Stängelansatz nicht zu bewässern. Die Häufigkeit des Gießens richtet sich nach dem Zustand des Bodens: Er sollte mäßig feucht bleiben, aber nicht sumpfig werden. Nach Regen gieße ich definitiv nicht.
Ich schütze die Wurzeln vor Kälte. Das Wurzelsystem von Gurken liegt nah an der Oberfläche, daher kann man den Boden unter den Pflanzen nicht tief auflockern. Stattdessen bedecke ich ihn mit einer etwa 4–5 cm dicken Mulchschicht.
Zum Mulchen verwende ich getrocknetes, gemähtes Gras, Stroh oder gut verrottetes Sägemehl. Ich drücke den Mulch nicht zu nah an die Stängel, damit sich keine überschüssige Feuchtigkeit ansammelt. Diese Mulchschicht speichert die Wärme länger und schützt die Wurzeln in kalten Nächten.
Im Freiland decke ich die Gurken vor einem plötzlichen Kälteeinbruch mit Vlies ab, das ich bogenförmig anbringe. Die Folie sollte nicht direkt auf den Blättern aufliegen.
Ich lüfte das Gewächshaus regelmäßig. Im August bildet sich im Gewächshaus oft Kondenswasser. Hohe Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit kühlen Nächten schafft günstige Bedingungen für die Entwicklung von Pilzkrankheiten.
Tagsüber öffne ich Türen und Fenster, damit die Luft zirkulieren kann. Nachts schließe ich das Gewächshaus unter Berücksichtigung der Temperatur, achte aber darauf, dass es nicht dauerhaft feucht wird und keine Wassertropfen auf den Blättern stehen.
Ich ernte täglich Gurken. Im August versuche ich, täglich oder zumindest jeden zweiten Tag Gurken zu ernten. Überreife, gelbe und deformierte Gurken lasse ich nicht an den Trieben hängen – die Pflanze verbraucht dadurch Nährstoffe und bildet langsamer neue Fruchtknoten.
Ich ernte die Früchte vorsichtig, ohne die Triebe zu drehen oder daran zu ziehen. Unansehnliche Gurken verwende ich für Salate, Kaviar oder Wintergerichte.
Was ich im August bei Gurken vermeide: Ich gieße sie nicht mit kaltem Wasser;
ich gieße den Garten nicht täglich;
ich lockere die Erde nicht tief in Wurzelnähe;
ich schneide nicht alle Blätter auf einmal ab;
ich lasse keine überreifen Früchte an den Stielen;
ich dünge keine trockene Erde;
ich schließe ein feuchtes Gewächshaus nicht ohne Belüftung.
Im August benötigen Gurken keine übermäßige Düngung, sondern einen sauberen Garten, mäßiges Gießen, Wärme für die Wurzeln und regelmäßiges Pflücken. Diese Pflege hilft mir, geschwächte Sträucher zu stützen und junge, knackige Gurken vor dem Kälteeinbruch zu ernten.