Was tun mit Erdbeeren nach der Fruchtbildung im Juli-August, um im nächsten Jahr eine größere Ernte zu erzielen?
Nach der Ernte beginnt eine entscheidende Phase, von der die Bildung der Blütenknospen für das nächste Jahr direkt abhängt. Hier ist ein Arbeitsplan für Juli/August.
- Sofortiger Rückschnitt direkt nach der Beerenernte
Dies ist der erste Schritt, den Sie ohne Wartezeit bis zum Herbst durchführen sollten.
Entfernen Sie alte und kranke Blätter. Schneiden Sie alle Blätter mit Flecken, Vergilbung oder am Boden liegende Blätter ab. Nur junge, gesunde Blätter im Inneren sollten am Strauch verbleiben.
Schnurrtriebe entfernen. Falls Sie die Schnurrtriebe nicht zur Vermehrung benötigen, entfernen Sie sie sofort. Sie entziehen dem Mutterstrauch bis zu 50 % der Nährstoffe. Schneiden Sie sie mit einer Schere ab, ziehen Sie sie nicht aus.
Wichtig: Ein vollständiger Rückschnitt aller Blätter an jungen, 1-2 Jahre alten Sträuchern ist riskant – er schwächt die Pflanze. Ein vollständiger Rückschnitt ist bei 3- bis 4-jährigen, stark von Krankheiten befallenen Sträuchern zulässig, jedoch spätestens Mitte Juli.
- Düngung zur Knospenbildung
Unmittelbar nach dem Rückschnitt gerät der Strauch unter Stress und beginnt, Blütenknospen für das nächste Jahr anzulegen. Er benötigt Phosphor, Kalium und etwas Stickstoff.
Optionen zur Düngung (bitte wählen Sie eine):
Mineralisch: 2 EL Superphosphat, 1 EL Kaliumsulfat und 1 EL Nitroammofoska pro 10 Liter Wasser. Anwendung: 0,5 l unter den Strauch auf feuchte Erde gießen.
Organisch: Holzasche, eine Kalium- und Phosphorquelle. 1 Tasse Asche in 10 Liter Wasser einrühren, einen Tag ziehen lassen und 1 Liter unter den Strauch gießen. Alternativ: Eine Handvoll trockene Asche unter den Strauch streuen und die Erde auflockern.
Umfassend: Nach 10–14 Tagen die Blätter mit einer Kaliummonophosphat-Lösung (10 g pro 10 l Wasser) besprühen, um die Bildung generativer Knospen zu fördern.
- Behandlung von Krankheiten und Schädlingen
Die Julihitze begünstigt die Entwicklung von Pilzkrankheiten und Erdbeermilben. Behandeln Sie das Beet nach dem Entfernen befallener Blätter.
Bei Krankheiten wie Fleckenbildung und Mehltau: Wenn viele befallene Blätter entfernt wurden, besprühen Sie die Sträucher mit 1%iger Bordeauxbrühe oder kupferhaltigen Präparaten. Um die Sicherheit der Ernte im nächsten Jahr zu gewährleisten, können Sie Biofungizide wie „Fitosporin“ verwenden.
Bei Schädlingen wie Milben und Rüsselkäfern: Wenn die Blätter deformiert und runzelig sind, verwenden Sie ein Akarizid wie „Aktellik“ oder „Fitoverm“. Führen Sie die Behandlung nach dem Rückschnitt durch und bewässern Sie die Mitte des Strauchs gründlich.
- Bewässerung
Nach der Fruchtbildung beginnen Erdbeeren mit einer zweiten Wachstumsphase der Wurzeln und der Anlage der Fruchtstände für die zukünftige Ernte. In dieser Zeit sollte selten, aber reichlich gegossen werden, um den Boden bis in eine Tiefe von 20–25 cm zu durchfeuchten, insbesondere bei trockenem Wetter. Das „nur ein bisschen mit dem Gartenschlauch besprühen“ schadet nur. - Auflockern und Mulchen
Lockern Sie nach jedem Gießen oder Regen die Reihenabstände. Häufeln Sie die Sträucher an, wenn die Wurzeln freiliegen, da junge Triebe oft aus dem Boden ragen. Erneuern Sie anschließend die Mulchschicht mit Stroh oder gemähtem Gras, um die Feuchtigkeit zu speichern.
Das wichtigste Ergebnis für eine Rekordernte
Die Erdbeeren sollten mit einem kräftigen Wurzelsystem und angelegten Blütenstängeln unter die Schneedecke gelangen. Die Blütenanlegung erfolgt im Juli/August, daher wird jetzt über das Schicksal der Beeren im nächsten Jahr entschieden.