Wie man Erdbeeren im August düngt, um im nächsten Jahr viele Beeren zu ernten
Nach der Ernte im Juli/August beginnt für Erdbeeren eine entscheidende Phase: Sie bilden Blütenknospen für die Ernte im nächsten Jahr und treiben neue Triebe aus. Die richtige Düngung ist jetzt der Schlüssel zu großen Beeren in der kommenden Saison.
Die wichtigste Regel im August: Kein Stickstoff in großen Mengen! Er fördert ein schnelles Blattwachstum, das die Knospenbildung beeinträchtigt, und schwächt die Sträucher für den Winter. Wir konzentrieren uns auf Phosphor und Kalium.
Hier ist ein Düngeplan für die einzelnen Arbeitsphasen:
- Unmittelbar nach dem Schneiden von Blättern und Trieben – Anfang August: Erdbeeren benötigen Nährstoffe, um ihre grüne Masse wiederherzustellen, jedoch in weicher Form. Stickstoff ist hier nur minimal erforderlich.
Bio-Variante – bevorzugt: Aufguss aus Königskerzen- oder Vogelkot: Königskerzen 1:10, Vogelkot 1:20 verdünnen, 1 Tasse gesiebte Asche pro 10 Liter Flüssigkeit hinzufügen. Mit 1 Liter Wasser pro Strauch gießen.
Gründünger – Brennnesselbrühe: reich an Spurenelementen. 1:10 verdünnen.
Mineralische Alternative: Komplexdünger mit einer NPK-Formel von ca. 15-15-20 oder Spezialdünger für Erdbeeren mit der Kennzeichnung „Herbst“ oder „Nachernte“.
Selbst herstellen: 1 Esslöffel Nitroammofoska auf 10 Liter Wasser + 0,5 Tassen Asche.
- Hauptdüngung mit Phosphor und Kalium – Mitte bis Ende August
Am wichtigsten. Phosphor und Kalium sind verantwortlich für die Blütenknospenbildung, die Reifung des Wurzelsystems und die Winterhärte. Stickstoff wird nicht benötigt.
Aschenaufguss – besonders wirksam und gut verfügbar: 1 Liter Holzasche in 10 Liter kochendes Wasser geben. 2 Tage ziehen lassen. Den Aufguss 1:10 verdünnen.
Eine einfachere Methode: Streuen Sie trockene Asche in die Reihen und unter die Sträucher – eine Handvoll pro Strauch –, lockern Sie sie auf und gießen Sie reichlich.
Wirkung: Kalium, Phosphor und alle wichtigen Spurenelemente – Bor und Magnesium.
Kaliummonophosphat – die professionelle Anwendung
Lösen Sie einen Esslöffel ohne Streuer in 10 Litern Wasser auf. Gießen Sie unter die Wurzeln oder besprühen Sie die Blätter.
Vorteile: Reiner Phosphor und Kalium in leicht verdaulicher Form, ohne Stickstoff.
Kaliummagnesium – bei roter Verfärbung der Blätter
Wenn Sie bemerken, dass sich ältere Blätter rot oder braun verfärben, kann dies ein Anzeichen für Magnesiummangel sein. Wenden Sie in diesem Fall Kalimagnesium gemäß der Gebrauchsanweisung an, üblicherweise 20 g pro 10 Liter Wasser.
- Blattdüngung – das Geheimnis großer Beeren
Der August ist ein entscheidender Zeitpunkt für die Gabe von Spurenelementen, insbesondere Bor und Zink. Diese beeinflussen die Anzahl und Qualität der Blüten im Frühjahr maßgeblich.
Borsäure
Rezept: 2 g (ein halber Teelöffel) pro 10 Liter Wasser. Das Pulver zunächst in etwas heißem Wasser auflösen und anschließend auf die gesamte Wassermenge geben. Die Sträucher bei trockenem, windstillem Wetter besprühen.
Wirkung: Fördert die Bildung von Blütenstängeln.
Wichtige Hinweise zur Düngung im August:
- Nur nach dem Gießen. Dünger niemals in trockene Erde geben – die Wurzeln können verbrennen. Zuerst das Beet mit klarem Wasser wässern und nach ein bis zwei Stunden düngen.
- Auflockern. Achten Sie darauf, die Granulate in die Erde einzuarbeiten oder nach dem Düngen mit flüssigem Dünger aufzulockern, damit sich keine Kruste bildet.
- Zeitpunkt: Die stickstoffhaltige Hauptdüngung sollte zwischen dem 10. und 15. August erfolgen. Ende August nur noch Phosphor und Kalium.
Wenn Sie die Düngung mit dem Entfernen von Unkraut, dem Auflockern der Erde und dem Gießen mit Feuchtigkeitszufuhr bei trockenem Wetter kombinieren, werden es Ihnen die Erdbeeren im nächsten Jahr danken.