Füttern Sie Johannisbeeren und Stachelbeeren im August – dann gibt es nächstes Jahr mehr Beeren.
Im August legen Johannisbeeren und Stachelbeeren die Fruchtknospen für das nächste Jahr an. Jetzt benötigen sie keinen Stickstoff, da dieser das Wachstum von Blättern und jungen Trieben fördert, die nicht ausreifen können und im Winter erfrieren können. Phosphor und Kalium sind jetzt besonders wichtig.
Hier sind die besten Optionen für die Blattdüngung, die Sie selbst herstellen oder kaufen können.
- Die beste Fertiglösung: Verwenden Sie am besten spezielle Herbstdünger oder Präparate mit der Kennzeichnung „Für Obst“, „Für Beeren“ oder „Herbst“.
Kaliummonophosphat (Kaliummonophosphat) ist eine der besten Optionen für August.
Dosierung: 1 EL (ca. 15 g) pro 10 l Wasser.
Anwendung: Besprühen Sie die Blätter (Blattdüngung) oder gießen Sie direkt an die Wurzeln. Verbrauch: 1–2 Eimer pro ausgewachsenem Strauch, abhängig von Größe und Bodenfeuchtigkeit.
Kaliummonophosphat liefert Phosphor für die Fruchtknospenbildung und Kalium für die Rindenreife und eine bessere Vorbereitung des Strauchs auf den Winter.
Kalimagnesia eignet sich im August auch gut für Johannisbeeren und Stachelbeeren.
Dosierung: 20 g (ca. 1 EL) pro 10 l Wasser.
Zusätzlich: Kalimagnesia enthält Magnesium, das der Blattvergilbung vorbeugt, sowie chlorfreies Kalium.
- Hausmittel und Bio-Alternativen: Im August ist bei Bio-Produkten Vorsicht geboten. Stickstoffhaltige Aufgüsse sind nicht mehr geeignet, stattdessen kann Asche verwendet werden, die Kalium, Phosphor und Spurenelemente enthält.
Holzasche: Asche liefert Kalium, Phosphor und Spurenelemente.
Zubereitung des Extrakts: 1 Tasse Asche (ca. 100 g) mit 1 l kochendem Wasser übergießen. Einen Tag lang unter gelegentlichem Rühren ziehen lassen. Anschließend mit Wasser auf 10 l auffüllen.
Anwendung: Nur an der Wurzel gießen, wenn die Erde feucht ist. Sie können die Blätter auch besprühen, die Lösung muss aber gut gefiltert werden.
Alternativ können Sie ein halbes Liter Glas trockene Asche unter den Strauch streuen und es vorsichtig in die Erde einarbeiten. Der Extrakt wirkt jedoch schneller.
Kalium-Phosphor-Aufguss: Übergießen Sie ein 1-Liter-Glas Asche mit 3 Litern kochendem Wasser und geben Sie 2 EL Superphosphat hinzu. Lassen Sie die Mischung 4–6 Stunden ziehen und rühren Sie gelegentlich um. Füllen Sie anschließend mit Wasser auf 10 Liter auf.
Dieser Aufguss versorgt die Sträucher mit Kalium und Phosphor, die für die Fruchtbildung im nächsten Jahr benötigt werden.
- Wichtiger Hinweis zu Superphosphat: Superphosphat-Granulat im August einfach unter Johannisbeeren zu streuen, ist nahezu wirkungslos, da es sich schlecht auflöst und nur langsam in eine verfügbare Form übergeht.
Der Trick: Wenn Sie Superphosphat verwenden, verdünnen Sie es unbedingt in heißem Wasser. Nehmen Sie 1 EL Superphosphat. Pro Liter kochendem Wasser gut umrühren, 2–3 Stunden ziehen lassen und anschließend die Mischung in einen Eimer Wasser geben. Die Sträucher damit auf feuchter Erde gießen.
Was Johannisbeeren und Stachelbeeren im August nicht düngen sollten: Im August sollten Sie den Sträuchern keinen Königskerzenaufguss oder Vogelkot geben, da diese viel Stickstoff enthalten. Auch Harnstoff, Ammoniumnitrat und Brennnesselgründünger sind ungeeignet. All diese Mittel fördern das Wachstum von Blattmasse, die die Pflanzen am Ende des Sommers nicht mehr benötigen, sondern um zu reifen und Fruchtknospen anzusetzen.
Tipp: Kombinieren Sie die Düngung mit reichlichem Gießen, wenn es trocken ist. Die Feuchtigkeit hilft den Nährstoffen, die Wurzeln zu erreichen, unterstützt die Fruchtbildung im nächsten Jahr und schützt die Sträucher vor dem Austrocknen im Winter.