13.08.2026

7 Fehler beim Tomatenanbau im August, die zu Ernteausfällen führen können

Від Solia Solia

Der August ist ein entscheidender Monat für Tomaten. In dieser Zeit erreichen Geschmack und Ertrag ihren Höhepunkt. Es ist sehr ärgerlich, Früchte durch kleine, unbewusste Fehler zu verlieren, die wir aus Gewohnheit begehen. Hier sind die häufigsten Fehler, die selbst erfahrene Gärtner oft machen.

  1. Komplettes Gießen einstellen „für mehr Zuckergehalt“

Der Mythos, Tomaten sollten im August gar nicht gegossen werden, damit sie nicht wässrig werden und platzen, hält sich hartnäckig. Tatsächlich ist es der abrupte Wechsel von Trockenheit und Regen, der oft zu starkem Platzen der Früchte und Fäulnis an den Stielansätzen führt.

So geht’s richtig: Reduzieren Sie die Wassergabe, aber stellen Sie das Gießen nicht vollständig ein. Der Boden sollte gleichmäßig leicht feucht sein, ohne plötzliche Trockensinken. Ist die oberste Schicht trocken und die untere sumpfig, können die Wurzeln nicht richtig arbeiten. Im Freiland sollten Sie sich am Wetter orientieren, im Gewächshaus morgens, seltener, aber gezielt gießen.

  1. Stickstoffversorgung: Mist und Kräuteraufgüsse
    Viele Gärtner düngen ihre Tomaten weiterhin mechanisch mit Gründüngung aus Brennnesseln, Hühnermist oder Salpeter. Im August ist das ein großer Fehler. Stickstoff hemmt das Wachstum von Triebspitzen, Nebentrieben und großen Blättern, verzögert die Fruchtreife und lässt die Früchte schlaff werden.

So geht es richtig: Im August benötigen Tomaten Kalium und Phosphor. Sie können Asche, Ascheextrakt oder eine leichte Bodenbestäubung, Kaliummonophosphat oder Kaliumsulfat verwenden. Diese Düngung beschleunigt die Fruchtbildung und -färbung und stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Krankheiten.

  1. Nur kranke Blätter entfernen
    Gärtner schneiden oft nur deutlich vergilbte oder fleckige Blätter ab, weil sie die Pflanze nicht komplett „kahl“ machen wollen. Dadurch bleibt der Strauch dicht.

So geht es richtig: Führen Sie im August einen gründlichen Kronenauslichtungsschnitt durch. Entfernen Sie alle Blätter bis zur ersten Blütenstandsachse. Oberhalb der Blütenstandsachsen werden die Blätter nach und nach entfernt, sodass gesundes Grün erhalten bleibt, das die Früchte weiterhin nährt. Es genügt, 2-3 Blätter oberhalb der obersten Fahne stehen zu lassen.

Die Blätter sollten entfernt werden, damit die Früchte besser von der Sonne belichtet werden und die Pflanze ausreichend belüftet ist. Ohne Licht nehmen die Tomaten eine intensivere Farbe an und schmecken schlechter.

  1. Schade um die kleinen Blütenstände und Nachkommen
    „Lass sie am Stiel, vielleicht wachsen sie ja wieder“ ist ein fataler Fehler. Alle im August erscheinenden kleinen Blütenstände und Nachkommen haben keine Zeit mehr, vollreife Früchte zu tragen, sondern schwächen die bereits ausgebildeten, großen Früchte.

So geht’s richtig: Anfang August werden hohe Tomatenpflanzen stark gestutzt, d. h. die Triebspitze wird eingeknipst. Der Schnitt erfolgt oberhalb von 2-3 Blättern über der obersten Fahne, die zum Nachreifen stehen bleibt.

Alle neuen Blüten und sehr kleinen Fruchtknoten, etwa so groß wie ein Streichholzkopf, sollten entfernt werden. Die Pflanze sollte ihre gesamte Energie nicht in neues Wachstum, sondern in die Ausbildung der bereits vorhandenen Früchte investieren.

  1. Ernten von Früchten einzeln
    Viele erfahrene Sommergärtner pflücken vor dem Mittagessen einige reife Tomaten und lassen die restlichen braunen oder blassen Früchte am Strauch hängen.

So geht’s richtig: Sobald die Früchte die Phase der blassen Reife erreicht haben, also braun geworden, heller geworden und glänzend sind, sollten sie zur weiteren Reifung geerntet werden.

Bleibt eine solche Tomate am Strauch, behindert sie die Bildung anderer Fruchtknoten, da sie weiterhin Nährstoffe verbraucht. Außerdem wird sie anfälliger für Krankheiten, Raupen und andere Schädlinge. Sie riskiert zudem, überreif zu werden, wässrig zu werden oder direkt am Strauch zu verderben.

  1. Krautfäule nach Augenmaß bekämpfen
    Eine monatliche Behandlung der Blätter und der Glaube an Hausmittel als Allheilmittel im August sind nicht mehr wirksam. In dieser Zeit werden die Nächte kälter, Tau fällt – ideale Bedingungen für die Krautfäule.

So geht’s richtig
Im August ist ein klares System erforderlich. Verwenden Sie bei der Anwendung von Fungiziden ausschließlich für Tomaten zugelassene Produkte und befolgen Sie die Gebrauchsanweisung genau. Achten Sie unbedingt auf die Wartezeit vor der Ernte.

Zur Vorbeugung können Sie biologische Produkte wie Fitosporin-M, FitoDoctor, Fitotsid-R, Haubsin, Trichodermin-BTU, MycoHelp, Organic-Balance Trichoderma oder andere Produkte auf Basis von Heustangen oder Trichoderma einsetzen. Diese werden regelmäßig, alle 5–7 Tage, angewendet. Befeuchten Sie dabei Stängel, Blätter beidseitig und Früchte gründlich.

Biologische Produkte wirken am besten vorbeugend oder im Anfangsstadium des Problems. Bei bereits fortgeschrittenem Befall ist schnelles Handeln erforderlich. Lesen Sie die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Produkts sorgfältig durch.

  1. Ernte nach kalten Nächten
    Die Ernte am Morgen, wenn die Früchte durch Tau und Nebel kalt sind, begünstigt die Bildung dunkler Fäulnisflecken während der Lagerung.

So geht’s richtig: Wenn Sie Tomaten transportieren oder lagern möchten, warten Sie, bis die Sträucher warm und trocken sind. Die beste Erntezeit ist nach dem Mittagessen oder gegen Abend, wenn die Früchte warm und trocken sind.

Falls Sie noch kalte, taubedeckte Tomaten geerntet haben, müssen diese erwärmt und gut abgetrocknet werden, bevor Sie sie in Kisten packen.

Wenn Sie diese sieben Punkte beachten, können Sie die Erntezeit bis zum ersten Frost verlängern und den Geschmack der letzten Tomatenbüschel deutlich verbessern. Auch im August lassen sich Tomaten noch retten und eine gute Ernte erzielen, wenn Sie nicht nach alten Gewohnheiten handeln, sondern den Zustand der Sträucher und das Wetter genau beobachten.