Gurken können bei richtiger Nährstoffversorgung auch im August noch lange Früchte tragen.
Der August ist ein kritischer Monat für Gurken. Einerseits tragen sie noch fleißig Früchte, andererseits werden die Nächte kälter und die Wurzeln arbeiten weniger. Zu dieser Zeit benötigen die Pflanzen nicht nur Stickstoff für das Wachstum, sondern auch eine ausgewogene Nährstoffversorgung, um die Lebensdauer der Triebe zu verlängern und die Fruchtknoten zu füllen.
Das ist es, was Gurken am Ende des Sommers besonders schätzen.
Ascheaufguss – Kalium + Spurenelemente
Dies ist die Basis der Augustdüngung. Kalium ist wichtig für den Geschmack, damit die Gurken nicht bitter werden, für die Festigkeit und den Fruchtansatz und erhöht zudem die Widerstandsfähigkeit gegen Frost und Mehltau.
Anwendung:
1 Tasse gesiebte Holzasche in 10 Litern warmem Wasser auflösen. Einen Tag lang ziehen lassen und gelegentlich umrühren. Anschließend direkt unter die Wurzeln auf feuchte Erde gießen, 0,5 Liter pro Pflanze, alle 7–10 Tage.
Wichtig: Asche verträgt sich nicht mit Stickstoffdüngern, Mist und Harnstoff. Wechseln Sie diese daher im Abstand von mindestens einer Woche ab.
Hefe-Düngung – Wurzelrevitalisierung
In kaltem Boden nehmen die Wurzeln keine Nährstoffe mehr auf. Hefe ist selbst kein Dünger, sondern ein starker Stimulator für Wurzelwachstum und Bodenmikroflora.
Rezept für „Kompott“:
100 g Lebendhefe oder 10 g Trockenhefe + 3 EL Zucker pro 3 Liter warmes Wasser.
3–4 Stunden gären lassen.
Diese Lösung mit 10 Litern Wasser verdünnen.
Wichtiger Zusatz: Gesiebte Asche muss hinzugefügt werden (1 Glas pro Eimer). Andernfalls entzieht die Hefe dem Boden Kalium und Kalzium, und die Gurken werden hohl.
Nach der Hauptbewässerung 1 Liter pro Pflanze gießen.
Ammoniak – Stickstoff + Vorbeugung
Der August ist die Hochsaison für Spinnmilben, und die Blätter vergilben oft. Ammoniak liefert schnell verfügbaren Stickstoff, der auch bei Kälte aufgenommen wird und Schädlinge fernhält.
Blattdüngung:
2–3 Esslöffel 10%iges Ammoniak auf 10 Liter Wasser. Großzügig von unten nach oben besprühen, sodass auch die Blattunterseite, wo sich die Milben aufhalten, erreicht wird. Alle zwei Wochen abends anwenden. Humate – Stressresistenz
Kalium- oder Natriumhumate helfen Pflanzen, Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht besser zu tolerieren und Nährstoffe aus dem Boden besser aufzunehmen.
Anwendung:
Gemäß Anleitung verdünnen, üblicherweise bis zu einer dunklen Teefarbe. Alle 10 Tage gießen. Kann mit Ascheaufguss oder Kräutertee gemischt werden.
Kräutertee – sanfter Stickstoff
Harnstoff und Stallmist sind im August riskant, da sie die Wurzeln verbrennen oder Wurzelhalsfäule verursachen können. Fermentiertes Gras ist eine schonende Alternative.
Zubereitung:
Einen Eimer zu 2/3 mit Brennnesseln oder gemähtem Gras füllen. Gießen Sie Wasser hinzu, geben Sie eine Handvoll Erde dazu und lassen Sie es eine Woche lang stehen. Verdünnen Sie die Lösung 1:10 und gießen Sie anschließend. Tipp: Im August gilt die Regel „Lieber weniger, dafür öfter“. Verwenden Sie die Hälfte der Konzentrationen im Vergleich zum Juni und düngen Sie alle 5–7 Tage. Achten Sie darauf, die Lösung nur auf feuchte Erde aufzutragen.