14.08.2026

Wie man Erdbeeren im August und September vor Krankheiten und Schädlingen schützt

Від Solia Solia

August und September sind entscheidend für die Vorbereitung der Ernte im nächsten Jahr. In dieser Zeit bilden sich Blütenknospen, und Schädlinge wie Erdbeermilben und Rüsselkäfer sowie Krankheiten wie Fleckenkrankheit und Mehltau bereiten sich auf den Winter vor. Eine Behandlung ist unerlässlich, selbst wenn die Sträucher gesund aussehen.

Hier ist ein Behandlungsplan in mehreren Schritten: unmittelbar nach der Fruchtbildung oder dem Rückschnitt und später, vor dem Überwintern.

Wenn Sie gemäht oder die Blätter stark zurückgeschnitten haben: Unmittelbar nach dem Mähen, üblicherweise Ende Juli/Anfang August, sollten Sie die Pflanzen behandeln. Falls Sie zu spät dran sind, tun Sie es jetzt, um den Befall an den Stümpfen und im Boden zu bekämpfen.

Was Sie spritzen sollten:

Harnstoff: 700 g auf 10 Liter Wasser. Diese sehr hohe Konzentration von 7 % vernichtet die restlichen Erreger und Pilzsporen und versorgt die Sträucher mit Stickstoff für das Wachstum neuer Blätter. Nur an ruhenden oder frisch geschnittenen Sträuchern anwenden.
Bordeaux-Mischung 3 %: ein klassisches Bekämpfungsmittel. Es brennt weniger als Harnstoff und eignet sich, wenn die Blätter bereits etwas ausgetrieben haben.
Grundbehandlung junger, nachgewachsener Blätter
1–2 Wochen nach dem Mähen oder Mitte bis Ende August, wenn die Sträucher neu austreiben, sollte die wichtigste Blattbehandlung durchgeführt werden.

Zweck: Bekämpfung der Erdbeermilbe, deren Aktivitätsmaximum im August liegt, und Schutz der Sträucher vor Fleckenkrankheit.

Varianten von Tankmischungen:
Variante A: Biologische Bekämpfung
Gegen Krankheiten, insbesondere Fleckenkrankheit und Mehltau: Fitosporin-M, FitoDoctor, Fitotsid-r, Haubsin oder ein anderes biologisches Fungizid gemäß Gebrauchsanweisung.
Gegen Schädlinge, einschließlich Milben, Weißen Fliegen und Thripsen: Actofit, Actoverm oder Actarofit gemäß Gebrauchsanweisung. Bei Temperaturen über +20 °C wirken diese Produkte besser.

Zur besseren Vorbereitung auf die Überwinterung können Sie Zircon, HB-101 oder ein anderes Stimulans gemäß der Gebrauchsanweisung hinzufügen.

Option B: Stärkere Mittel bei starkem Milben- oder Fäulnisbefall während der Saison.
Gegen Milben: Tiovit Jet, kolloidaler Schwefel, Oberon Rapid, Nissoran, Sanmite, Vertimec oder ein anderes Akarizid gemäß der Gebrauchsanweisung des jeweiligen Präparats. Tiovit Jet und Schwefel wirken auch gegen Mehltau.
Gegen Krankheiten: Topaz gegen Mehltau, Skor oder Horus gegen Blattfleckenkrankheit. Horus wirkt gut bei niedrigen Temperaturen und eignet sich daher für den kühlen Herbst.
Mischung: Schwefelhaltige Präparate sollten oft nicht mit anderen Mitteln gemischt werden, da Verbrennungen oder Ablagerungen möglich sind. Sie werden am besten getrennt im Abstand von 2–3 Tagen angewendet. Mischen Sie andere Präparate nur, wenn dies in der Gebrauchsanweisung erlaubt ist.

Schutz vor Fäulnis und Schädlingen im Boden im September
Sobald die Temperaturen stetig auf +5…+10 °C sinken, aber noch kein Frost auftritt (in der Regel Ende September/Anfang Oktober, je nach Region), sollten Boden und Strauchbasis behandelt werden.

Zweck: Reduzierung der Anzahl überwinternder Schädlinge und Graufäulesporen.

Biologische Bodenbehandlung: Actofit, Actoverm oder ein anderes Bioinsektizid kann gemäß Gebrauchsanweisung unter die Wurzeln auf feuchten Boden gestreut werden. Bei Befall mit Käferlarven oder Drahtwürmern empfiehlt sich die Anwendung spezieller biologischer Bodenpräparate auf Basis entomopathogener Pilze, wie z. B. Entocid oder Metarizin, gemäß Gebrauchsanweisung.
Stärkere Option: Antikhrushch, Mospilan oder ein anderes für Beerensträucher zugelassenes Insektizid, jedoch ausschließlich gemäß Gebrauchsanweisung und unter Beachtung der Wartezeiten.

Gegen Fäulnis: Mulchen Sie das Beet und verteilen Sie unter den Sträuchern und in den Reihen eine dünne Schicht einer Mischung aus Asche und Tabakstaub im Verhältnis 1:1.
Herbstbehandlung: Spritzen Sie die Sträucher im Winter, sobald die Durchschnittstemperatur bei etwa +5 °C liegt, aber bevor es zu anhaltenden Frösten kommt.

Bordeauxlösung 3 %: 300 g Kupfersulfat + 300 g Kalk pro 10 l Wasser.

Alternativ: Eisensulfat 5 %: 500 g pro 10 l Wasser.

Wichtig: Besprühen Sie nicht nur die Sträucher, sondern auch den Boden darunter.
Was Sie im August und September vermeiden sollten: Düngen Sie die Blätter von aktiv wachsenden Sträuchern nicht mit reinem Stickstoff, Mist, Königskerze oder Harnstoff. Dies kann zu starkem Grünwachstum führen, wodurch die Erdbeeren geschwächt in den Winter gehen und erfrieren können. Jetzt benötigen Sie Phosphor und Kalium: Kaliummonophosphat, Kaliumsulfat oder andere Herbstdünger gemäß der Gebrauchsanweisung. Verwenden Sie keine biologischen Präparate auf Heubasis bei Temperaturen unter +15 °C – die Bakterien sind dann kaum wirksam, der Nutzen ist also gering. Kurzanleitung für August/September: Jetzt, solange es warm ist: Bei Bedarf eine milde biologische Lösung auf die Blätter streuen (z. B. Actofit oder Actoverm + Zircon + Kaliummonophosphat). Bei starkem Befall ein Insektizid oder Akarizid und Fungizid gezielt und gemäß Gebrauchsanweisung anwenden. Nach einer Woche: Bei Milben- und Mehltaubefall Tiovit Jet oder kolloidalen Schwefel ausbringen. Im September: Unter die Wurzeln düngen (z. B. mit Kali) und bei Bedarf ein Bodenherbizid ausbringen. Im Oktober: 3%ige Bordeauxbrühe düngen, bis Sträucher und Boden gut durchfeuchtet sind.