16.11.2025

Beim Beschneiden machen viele Menschen denselben Fehler! Eine Schnittmethode, die es dem Baum ermöglicht, die Schnittstelle schnell selbst zu heilen.

Від Solia Solia

Der Frühling ist bereits da, auch wenn in manchen Gegenden noch Schnee liegt. Doch hier, wo wir leben, erwacht die Natur schon: Die Knospen öffnen sich, und alles um uns herum erwacht allmählich zum Leben.

Unser Dorf zeichnet sich durch seine breiten Straßen und großzügigen Innenhöfe aus. Fast jedes Haus verfügt über ein 0,6 bis 0,8 Hektar großes Grundstück, und entlang jedes Zauns stehen mehrere Bäume – fünf oder sechs vor jedem Garten. Im Frühling, wenn sie in voller Blüte stehen, verwandelt sich das Dorf in eine lebendige Postkarte – man kann sich seiner Schönheit einfach nicht entziehen.

Wer den Herbstschnitt seiner Bäume verpasst hat, beeilt sich jetzt, ihn nachzuholen, bevor der Saftfluss richtig einsetzt. Gestern ging ich eine Straße entlang und bemerkte einen schwerwiegenden Fehler, den leider viele begehen: das Abschneiden von kurzen, stummeligen Ästen.

Zum Beispiel diese:

Oder so ähnlich:

Das Problem ist, dass vielen nicht bewusst ist, wie gefährlich Baumstümpfe für einen Baum sind. Sie sind oft die Ursache von Pflanzenkrankheiten. Wenn wir einen Ast ohne Beachtung der Schnittregeln stehen lassen, kann der Baum nicht richtig heilen. Der Saft kann nicht vollständig fließen, die Rinde bedeckt das beschädigte Holz nicht, das beschädigte Gewebe beginnt abzufallen, das Innere verrottet, und mit der Zeit entsteht ein Hohlraum. Durch diesen Hohlraum können Bakterien und Pilze leicht in den Baum eindringen und ihn infizieren.

Um dies zu vermeiden, müssen Sie die wichtigste Regel kennen: Der Schnitt muss so erfolgen, dass der Baum sofort selbstständig mit dem Heilungsprozess beginnen kann. Dies nennt man Ringschnitt – und das ist die richtige Methode.

Ist der Baum gesund, verträgt er diese Prozedur problemlos. Wichtig ist, nicht mehr als ein Viertel der gesamten Baumkrone in einer Saison zu entfernen. Nun erklären wir Ihnen, wie es richtig geht.

Wie man einen Ring zuschneidet

Das Werkzeug – ob Gartenschere oder Metallsäge – sollte exakt parallel zum Stamm gehalten werden. Wir gehen 3–5 mm von der Stelle zurück, an der der Ast am Stamm ansetzt, und führen den Schnitt genau dort aus, wo die Verdickung der Rinde endet – das ist der Bereich, wo der Ast aus dem Stamm austritt.

So sieht ein korrekter Schliff „an einem Ring“ aus:

Es ist entscheidend, dass die Schnittfläche glatt, sauber und frei von ausgefranster Rinde und abstehenden Fasern ist. Ein fachgerechter Schnitt erhält den Saftfluss aufrecht, und der Baum reagiert schnell – der natürliche Heilungsprozess wird eingeleitet, und die Rinde beginnt, die Wunde zu schließen.

Zahlreiche Beobachtungen zeigen, dass der Baum keine menschliche Hilfe benötigt, um diese Art von Beschädigung zu überwinden. Innerhalb weniger Wochen bildet sich über der Schnittstelle eine neue Rindenschicht, und innerhalb weniger Jahre ist die Schnittstelle vollständig verheilt.

Und es wird keine Hohlräume geben – das ist sicher.

„Beschneiden im Knospenstadium“ – ein ähnliches Prinzip

Es ist wichtig, keinen hohen Stumpf stehen zu lassen und nicht zu tief in den Stamm einzuschneiden. Der Rückschnitt sollte so vorsichtig wie möglich erfolgen – so wird sichergestellt, dass der Ast richtig anwächst und keine neuen Probleme verursacht.

Wenn Sie diese einfachen Tipps befolgen, bleiben Ihre Bäume in gutem Zustand und erfreuen Sie noch lange mit ihrer Gesundheit und ihrem Ertrag.

Falls Sie bereits einen Ast zurückgeschnitten und Stümpfe stehen gelassen haben, ist das kein Problem. Sie können den Fehler korrigieren, bevor es zu spät ist. Schneiden Sie den Ast fachgerecht, also bis zum Jahresring, ab. So kann sich die Pflanze vollständig erholen.