Wie man Karton in der Datscha verwendet: Ich nehme ihn kostenlos mit, ich spare viel
Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Stammgast im Supermarkt sein würde, nur um… Kartons zu kaufen. Aber sobald die Sommerferienzeit beginnt, schleppe ich immer wieder Kisten nach Hause. Es geht mir dabei weniger ums Sparen als um die Kraft: Die nimmt leider nicht mit dem Alter zu. Warum ich, eine ganz normale Ferienhausbesitzerin, Berge von Kartons brauche – das erkläre ich euch jetzt.

Das Spazierengehen zwischen den Beeten ist ein wahrer Genuss: Nach dem Regen verwandeln sich die Wege in Schlamm und müssen gemäht werden. Beides bereitet mir keine Freude. Deshalb wähle ich eine einfachere Methode: Ich lege Pappe auf die Wege und gehe friedlich darauf, bis sie zu verrotten beginnt. Diese feuchte, erdreiche Schicht kommt dann auf den Kompost, wo sie hingehört.

Ich gebe alle Papier- und Kartonreste ohne zu zögern auf den Komposthaufen. Sie sind eine wertvolle Ergänzung zum organischen Material und helfen beim Recycling. Auch die Bodenmikroflora profitiert laut Biologie von dieser „Leckerei“.

Um Zeit und Mühe beim Jäten, Auflockern des Bodens und ständigen Bewässern der Baumstämme zu sparen, schaffe ich eine Art doppelten Schutz. Zuerst lege ich Pappe auf den Boden und darüber eine Mulchschicht. Solange diese Schicht dick bleibt, sind die Wurzeln vor Hitze und Witterungseinflüssen geschützt, und – was am wichtigsten ist – selbst das hartnäckigste Quecke kann diese Barriere nicht durchbrechen.

Für Hochbeete ist Pappe absolut unverzichtbar. Nehmen wir Gurken als Beispiel. Diese Pflanze verträgt Trockenheit und häufiges Jäten nicht gut – ihre Wurzeln liegen nah an der Oberfläche.
Um beides zu vermeiden, lege ich eine Schicht Pappe auf den Boden des Hochbeets, gebe dann Gras und dünne, trockene Zweige hinzu und decke das Ganze mit Erde ab. Anschließend kann man die Setzlinge direkt einpflanzen oder die Mischung etwas setzen lassen. In jedem Fall wachsen Gurken unter diesen Bedingungen kräftiger und tragen deutlich mehr Früchte.

Natürlich können sich Schnecken oder Ameisen unter dem Karton einnisten, aber das ist Glückssache. Zum Glück stören mich Schnecken selten, und Ameisen… nun ja, wo sollten sie auch sonst rund um die Datscha sein? Aber ich weiß genau, wo ich das Abwehrmittel hinstellen muss – alle „Bewohner“ sind ja direkt vor meinen Augen.
Verwenden Sie Karton in Ihrem Garten oder haben Sie eine andere, ebenso sinnvolle Verwendung dafür gefunden?