Was Sie jedes Frühjahr tun müssen, um eine reiche Himbeerernte mit großen Beeren zu gewährleisten. Lesen Sie dazu den ersten Kommentar.
Himbeeren zählen ohne Übertreibung zu den beliebtesten Beeren bei Erwachsenen und Kindern. Die schmackhaften und gesunden, ja sogar heilenden Früchte dieses Strauchs lassen niemanden kalt.
Die richtige Pflege des Himbeerstrauchs im Frühjahr ist für eine reiche Himbeerernte von großer Bedeutung, da er jetzt mehr denn je besondere Aufmerksamkeit benötigt. Gerne erkläre ich Ihnen, welche Maßnahmen Sie ergreifen sollten, um viele große und gesunde Himbeeren zu ernten.
Was tun mit Himbeersträuchern im Frühling?
- Sobald der Schnee schmilzt und die oberste Bodenschicht abtrocknet, beginnt man mit
dem Himbeerschnitt, der traditionell in zwei Schritten erfolgt. Zunächst werden schwache, bodennahe Triebe sowie krumme und verdickte Äste entfernt.
Himbeersträucher liefern eine reiche Ernte großer Beeren, wenn man jedes Frühjahr die notwendigen Maßnahmen an den Sträuchern ergreift.
Schauen Sie genau hin: Sollten Sie Stängel mit verdickter Basis entdecken, entfernen Sie diese umgehend. Höchstwahrscheinlich überwintern darin die Larven der Himbeergallmücke. Dünnen Sie die verbleibenden Stängel aus, sodass nicht mehr als acht stehen bleiben, da zu dicke Stängel den Ertrag mindern und die Beeren kleiner ausfallen.
Bei Temperaturen über 5 Grad Celsius beginnt der zweite Schnittschritt. Dabei werden die erfrorenen Triebspitzen entfernt, bis auf eine lebende Knospe zurückgeschnitten, und gesunde Triebe werden auf etwa 20 cm gekürzt. Dadurch bilden sich zusätzliche Seitentriebe, die ebenfalls Früchte tragen.
- Der Boden muss vorbereitet werden.
Der Boden zwischen den Himbeerreihen muss aufgelockert werden, jedoch nicht tiefer als 10 cm. Anschließend werden die Himbeersträucher mit etwa 5 cm Mulch bedeckt. Mulch hilft, die Feuchtigkeit im Boden länger zu speichern, die im Frühling durch Sonne und Wind schnell verdunstet. Als Mulchmaterial eignet sich Humus. Kompost, Stroh, Sägemehl und Torf sind ebenfalls geeignet.
- Eine Behandlung gegen Krankheiten ist notwendig.
Himbeersträucher werden vorbeugend mit Bordeauxbrühe (1%ige Lösung) behandelt, um sie vor Pilzkrankheiten zu schützen. Die fertige Lösung wird nicht nur auf die Zweige, sondern auch auf den Stamm und die darunterliegende Bodenschicht aufgetragen.
Zum Schutz der Himbeersträucher vor Schädlingsbefall werden diese zusätzlich mit dem Präparat „Aktellik“ behandelt, dessen Wirksamkeit sich über Jahre bewährt hat. Himbeeren werden am häufigsten von der Gallmücke befallen, weshalb in den letzten Jahren zusätzlich vorbeugende Maßnahmen gegen diesen Schädling mit dem Mittel „Fufanon“ durchgeführt wurden. Dieses Mittel hat sich bewährt und schützt die Sträucher zuverlässig.
- Die erste Frühjahrsdüngung von Himbeeren sollte eine Stickstoffstoßdüngung enthalten. Hierfür wird Ammoniumnitrat verwendet, das mit einem Esslöffel pro Quadratmeter (ohne Verstreichen) in den Boden eingearbeitet wird. Salpeter säuert den Boden jedoch stark an, was Himbeeren nicht vertragen. Um den Säuregehalt
zu neutralisieren, wird unter jeden Strauch eine Handvoll Holzasche gestreut.
Wenn Sie im Frühjahr alle notwendigen Pflegemaßnahmen für Himbeeren durchführen, werden Sie eine wunderbare Ernte erzielen.