Nur 1 Esslöffel pro Eimer Wasser – und Ihre Gurken tragen wieder reichlich Früchte! Die Hauptdüngung im Juli
Mitten im Sommer beobachten viele Gärtner dasselbe Problem: Die Gurken blühen üppig, es bilden sich viele Fruchtknoten, aber die Früchte wachsen langsam, werden gelb, verformen sich oder fallen ganz ab.
Die Ursache liegt oft nicht in der Hitze oder Wassermangel, sondern in der falschen Düngung. Benötigen die Pflanzen im Frühjahr Stickstoff für den Aufbau von Grünmasse, ändert sich ihr Bedarf im Juli drastisch.
Warum Gurken normalerweise keine Früchte mehr tragen
Viele düngen ihre Beete weiterhin mit Harnstoff, Kräuteraufguss oder anderen Stickstoffdüngern. Die Folge: Die Sträucher wachsen üppig, die Blätter sind groß und grün, aber die Ernte fällt fast aus.
Stickstoff fördert das Wachstum von Blättern und Trieben, aber während der aktiven Fruchtbildung benötigen Gurken vor allem Kalium.
Kalium ist verantwortlich für:
schnelle Fruchtfüllung;
knackige und saftige Früchte;
keine Bitterkeit;
Hitzebeständigkeit;
Bildung neuer Fruchtknoten.
Bei Kaliummangel scheint die Pflanze Energie zu sparen: Kleine Gurken stellen ihr Wachstum ein, werden gelb oder zerfallen.
Warum ist der Juli die schwierigste Zeit?
Bei heißem Wetter steigen die Temperaturen oft über 30 °C. Der Boden trocknet schnell aus, die Wurzeln nehmen Nährstoffe schlechter auf, und die Pflanze schaltet in den Überlebensmodus.
In diesem Zustand konzentriert sie all ihre Kraft auf die Blattversorgung und nicht auf die Fruchtbildung.
Deshalb ist es im Juli sehr wichtig, die Düngung anzupassen.
Die optimale Düngung für Gurken im Juli:
Geben Sie für 10 Liter warmes, abgestandenes Wasser Folgendes hinzu:
1 Esslöffel Kaliumsulfat;
1 Teelöffel Kaliummonophosphat;
5–7 Tropfen Jodlösung.
Die Lösung gut umrühren und 20–30 Minuten ziehen lassen.
Gießen Sie nur an den Wurzeln, etwa 1 Liter pro Pflanze.
Der beste Zeitpunkt dafür ist abends, wenn die Hitze nachgelassen hat.
Was bewirkt diese Düngung?
Nach wenigen Tagen sind folgende Veränderungen sichtbar:
Die Gurken füllen sich schneller;
die Früchte werden gleichmäßig und fest;
die Blätter nehmen eine satte grüne Farbe an;
neue Fruchtknoten werden vermehrt gebildet;
die Bitterkeit der Früchte verschwindet.
Bei Bedarf kann diese Düngung alle 5–7 Tage bis zum Ende der aktiven Fruchtbildung wiederholt werden.
Blattdüngung für noch bessere Ergebnisse
Um die Blüte zu fördern und die Pflanzen vor Krankheiten zu schützen, ist es sinnvoll, die Blätter zusätzlich zu besprühen.
Für die Lösung benötigen Sie:
1 Liter warmes Wasser;
1 Glas Molke;
½ Teelöffel Borsäure;
1 Tropfen Jod.
Alles gut vermischen und die Blätter abends von beiden Seiten besprühen.
Diese Lösung:
beugt Mehltau vor;
verbessert die Fruchtknotenbildung;
stärkt die Blätter;
erhöht die Hitzeresistenz der Pflanzen.
Fehler vermeiden
Um eine optimale Düngung zu gewährleisten, beachten Sie folgende einfache Regeln:
Gurken nicht tagsüber in der prallen Sonne gießen;
nur warmes, abgestandenes Wasser verwenden;
im Juli sparsam mit Stickstoff und organischen Düngemitteln umgehen;
nach dem Gießen den Boden leicht auflockern oder mulchen, um die Feuchtigkeit länger zu speichern.
Das Geheimnis einer guten Ernte
Im Juli benötigen Gurken keinen Stickstoffüberschuss mehr. Kalium, eine geringe Menge Phosphor, die richtige Bewässerung und rechtzeitige Pflege tragen dazu bei, dass die Pflanzen bis zum Spätsommer und manchmal sogar bis zum Herbstanfang kontinuierlich Früchte tragen.