🍅 Werden die Tomaten schon rot? Jetzt brauchen sie die richtige Nährstoffversorgung, damit die Ernte süß, fleischig und frei von Stielfäule ist.
Das Erscheinen der ersten roten Tomaten ist einer der schönsten Momente für jeden Gärtner. Doch genau in dieser Zeit investiert die Pflanze ihre meiste Energie in die Füllung und Reifung der Früchte. Bekommt sie nicht die notwendigen Nährstoffe, können die Tomaten weniger süß und wässrig werden, und es bilden sich oft dunkle Flecken an der Unterseite – die sogenannte Stielfäule.
Zum Glück lässt sich das leicht verhindern. Es genügt, rechtzeitig und richtig zu düngen.
Warum entsteht Stielfäule? Viele Gärtner halten sie fälschlicherweise für eine Pilzkrankheit. Tatsächlich liegt das Problem meist an einem Kalziummangel oder daran, dass die Pflanze Kalzium nicht richtig aufnehmen kann. Die Ursache kann unregelmäßiges Gießen, extreme Hitze oder ein Überschuss an Stickstoffdünger sein.
Deshalb ist es wichtig, Tomaten nicht nur mit Kalzium zu versorgen, sondern auch für eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit zu sorgen.
Die beste Düngung während der Reifephase
Sobald die Früchte gut gefüllt sind, benötigen Tomaten fast keinen Stickstoff mehr. Stattdessen profitieren sie besonders von Kalium und Kalzium.
Bereiten Sie für die Bewässerung folgende Lösung auf 10 Liter Wasser vor:
🪴 1 Esslöffel Kaliumsulfat;
🪴 15–20 ml flüssiger Kalziumdünger.
Wenn Sie Kalziumnitrat in Trockenform verwenden, wenden Sie es separat gemäß den Herstellerangaben an.
Gießen Sie etwa 1 Liter der Lösung unter jeden ausgewachsenen Strauch auf die zuvor angefeuchtete Erde.
So werden Tomaten noch süßer
Kalium beeinflusst nicht nur den Ertrag. Es hilft den Früchten, mehr natürlichen Zucker anzureichern, verbessert das Aroma und macht den Geschmack intensiver.
Sie können alle 10–14 Tage die Erde um die Sträucher herum leicht mit gesiebter Holzasche bestreuen, anschließend vorsichtig auflockern und gießen. Asche ist eine natürliche Kaliumquelle und enthält viele nützliche Spurenelemente.
Vergessen Sie nicht die richtige Pflege!
🍅 Gießen Sie seltener, dafür aber reichlich, damit das Wasser gut durchdringt und die Wurzeln vollständig erreicht.
🍅 Vermeiden Sie plötzliche Feuchtigkeitsschwankungen. Nach einer starken Trockenheit sollten Sie die Beete nicht sofort mit großen Mengen Wasser füllen.
🍅 Entfernen Sie regelmäßig die unteren Blätter unter den Sträuchern, wo die Früchte bereits zu reifen beginnen. Dies verbessert die Belüftung, verringert das Krankheitsrisiko und sorgt dafür, dass mehr Nährstoffe für die Reifung der Tomaten zur Verfügung stehen.
Wenn Sie den Pflanzen jetzt etwas Aufmerksamkeit schenken, werden sie es Ihnen mit einer reichen Ernte danken. Die Tomaten werden dicht, saftig, süß und frei von Fäulnis sein, und ihr Geschmack wird selbst erfahrene Gärtner angenehm überraschen.