Ich verwende zwei Esslöffel pro Eimer und gieße meine Tomaten – die Blüten fallen nicht ab, und es bilden sich viele Fruchtknoten.
Jeden Sommer, wenn die Tomatenpflanzen richtig zu blühen beginnen, werde ich immer wieder dieselbe Frage gestellt: „Warum sind meine Sträucher voller Blüten, aber es bilden sich fast keine Fruchtknoten? Die Blüten vertrocknen und fallen ab, ohne Früchte zu bilden. Wie kann ich den Pflanzen helfen?“
Ich hatte dieses Problem selbst einmal. Doch mit der Zeit entdeckte ich eine einfache Methode, die mir zuverlässig eine gute Ernte beschert, egal ob der Sommer kühl oder im Gegenteil zu heiß ist.
Warum verlieren Tomaten ihre Blüten?
In den meisten Fällen liegt die Ursache in einem Mangel an essentiellen Nährstoffen während der Blüte. In dieser Zeit benötigen die Pflanzen besonders Kalium und Bor.
Kalium hilft der Pflanze, Nährstoffe richtig zu verteilen, stärkt die zukünftigen Fruchtknoten und reduziert deren Abfallen deutlich.
Bor spielt eine ebenso wichtige Rolle. Es ist für die erfolgreiche Bestäubung der Blüten verantwortlich. Bei einem Mangel an Pollen wird dieser weniger keimfähig, und die Blüten fallen massenhaft ab.
Es gibt jedoch weitere Ursachen für dieses Problem:
Starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht;
Unregelmäßiges Gießen;
Zu viel Stickstoffdünger, der dazu führt, dass der Strauch vermehrt Blätter statt Früchte bildet;
Zu trockene Luft, insbesondere bei der Anzucht im Gewächshaus.
Werden diese Faktoren rechtzeitig behoben und der Mangel an essentiellen Nährstoffen ausgeglichen, bessert sich die Situation schnell.
Mein Dünger für die Blütezeit
Dieses Rezept ist seit Langem meine erste Wahl.
Für die Zubereitung der Lösung benötigen Sie:
2 Esslöffel Kaliumsulfat oder Kaliummonokaliumphosphat;
10–20 Liter warmes, abgestandenes Wasser.
Anwendung
Am Vorabend die Beete gründlich mit klarem Wasser wässern.
Am nächsten Tag den Dünger im vorbereiteten Wasser auflösen.
Geben Sie etwa 500–700 ml der Lösung direkt unter die Wurzeln jedes ausgewachsenen Strauchs. Ich wiederhole diese Behandlung während der Blütezeit üblicherweise zwei- bis dreimal im Abstand von etwa einer Woche.
Die ersten Veränderungen werden innerhalb weniger Tage sichtbar: Der massenhafte Blütenabfall hört auf, und die Anzahl der Fruchtknoten nimmt deutlich zu.
Borsäure – zuverlässige Unterstützung während der Blüte
Sollte ich feststellen, dass die Blütenstände beginnen, Fruchtknoten zu verlieren, wende ich zusätzlich eine Blattbehandlung an.
Die Lösung ist sehr einfach zuzubereiten:
Lösen Sie 1 Gramm Borsäure in 10 Litern warmem Wasser auf. Besprühen Sie die Blätter und Blütenstände mit der Lösung.
Die Behandlung sollte am besten abends erfolgen, wenn keine direkte Sonneneinstrahlung, kein Wind und kein Niederschlag vorhanden sind.
Ein bis zwei Behandlungen im Abstand von sieben bis zehn Tagen sind in der Regel ausreichend.
Diese Behandlung ist besonders hilfreich bei heißem Wetter oder plötzlichen Temperaturschwankungen.
Was trägt sonst noch zur Erhaltung der zukünftigen Ernte bei?
Düngen allein reicht nicht aus. Tomaten benötigen regelmäßige Pflege.
Gießen Sie die Pflanzen nur mit warmem Wasser. Der Boden sollte mäßig feucht, aber nicht nass sein.
Wenn Tomaten im Gewächshaus wachsen, sorgen Sie für regelmäßige Belüftung. Die Tagestemperaturen sollten idealerweise 28–30 Grad Celsius nicht überschreiten.
Entfernen Sie Seitentriebe nach und nach. Vermeiden Sie es, zu viele Triebe auf einmal zu entfernen, da dies die Pflanze zusätzlich stresst.
Das Mulchen des Bodens mit Stroh oder getrocknetem Gras ist sehr vorteilhaft. Diese Schicht schützt das Wurzelsystem vor Überhitzung und hilft dem Boden, die Feuchtigkeit länger zu speichern.
Mineralische Kaliumdünger können regelmäßig mit milden organischen Aufgüssen, wie z. B. Brennnessel- oder stark verdünnter Königskerzenextrakt, abgewechselt werden.
Fehler, die zum Fruchtfall bei Tomaten führen: Gärtner schaffen oft unbewusst ungünstige Bedingungen für ihre Pflanzen.
Die häufigsten Fehler sind:
Verwendung von kaltem Wasser zum Gießen;
Überdüngung mit Stickstoffdünger;
Die Luft im Gewächshaus ist zu trocken;
zu dichte Bepflanzung, die den Tomatenpflanzen Licht und Luftzirkulation entzieht.
Wenn Sie diese Fehler vermeiden und die Pflanzen rechtzeitig mit Kalium und Bor versorgen, werden Sie in der Regel mit einer reichen Ernte fester, schmackhafter Tomaten belohnt.
Nun möchte ich von Ihren Erfahrungen hören.
Haben Sie schon einmal einen starken Blütenfall an Ihren Tomatenpflanzen beobachtet?
Welche Düngemittel helfen in Ihrem Garten, den Fruchtansatz zu erhalten?
Haben Sie Borsäure oder Kaliumsulfat verwendet und welche Ergebnisse haben Sie erzielt? Teilen Sie Ihre Beobachtungen mit – der Austausch von Erfahrungen hilft immer, die effektivsten Lösungen zu finden.