11.08.2026

Wie man die Krautfäule an Tomaten und Kartoffeln im Spätsommer bekämpft

Від Solia Solia

Die Bekämpfung der Krautfäule am Ende des Sommers bedeutet nicht mehr nur Vorbeugung, sondern die Eindämmung einer aggressiven Infektion, um noch ernten zu können. Die Sporen verbreiten sich im kühlen und feuchten Wetter, das typisch für August ist, blitzschnell.

Die Strategie gliedert sich in die Behandlung von Tomaten, deren Früchte noch gerettet werden können, und Kartoffeln, deren Knollen während der Lagerung vor einer Infektion geschützt werden müssen.

Teil 1. Tomaten: Die Früchte retten, nicht das Laub
Am Ende der Saison geht es nicht mehr darum, den Strauch zu retten, da dies oft unmöglich ist, sondern darum, die grünen Tomaten zu schützen.

  1. Gründlicher Rückschnitt
    Dies ist der wichtigste Schritt, ohne den chemische Mittel nichts nützen.

Entfernen Sie alle Blätter und Seitentriebe bis zur ersten Fahne. Ein kahler Stängel ist nicht schlimm, er sorgt für gute Belüftung.

Entfernen Sie alle Blätter mit den geringsten Anzeichen von Krautfäule: dunkle Flecken oder weißer Belag auf der Unterseite. Entsorgen Sie diese im Hausmüll, nicht auf dem Kompost.

Wenn die Krankheit den Stängel erreicht hat, ist der Strauch nicht mehr zu retten. Entfernen Sie alle grünen Früchte von der befallenen Pflanze, damit sie nachreifen können.

  1. Chemischer Schutz: Was sollte im August gespritzt werden?
    Es werden leistungsstarke Kombinationsfungizide eingesetzt.

Systemische Mittel: „Ridomil Gold“, „Infinito“, „Consento“. Sie dringen in das Pflanzengewebe ein und hemmen die Entwicklung des Erregers von innen. Solche Mittel werden angewendet, wenn die Gefahr einer Ausbreitung der Krankheit sehr hoch ist oder bereits erste Flecken aufgetreten sind. Kontakt-systemische Mittel: „Cilitel“, „Kurzat“, „Thanos“. Sie schützen die Blattoberfläche und dringen gleichzeitig teilweise in das Pflanzengewebe ein, wodurch die weitere Ausbreitung der Infektion verhindert wird.
Wichtig: Jedes Mittel hat eine eigene Wartezeit vor der Ernte. Diese kann stark variieren. Lesen Sie daher unbedingt die Informationen auf dem Etikett des jeweiligen Mittels und ernten Sie die Tomaten nicht vor Ablauf der Wartezeit.

  1. Früchte ernten
    Wenn die Nachttemperaturen unter +10 °C gefallen sind, anhaltende Regenfälle eingesetzt haben und die Krankheit fortschreitet, sollten Sie alle Tomaten ernten, die die technische Reife erreicht haben – also weiß oder braun geworden sind.

Waschen Sie die Tomaten 2–3 Minuten lang in etwa +50 °C warmem Wasser (angenehm warm für die Hände). Dadurch werden die Sporen von der Haut abgewaschen. Anschließend können die Früchte zu Hause nachreifen.

Teil 2. Kartoffeln: Knollen vor dem Ausgraben retten
Die Krautfäule ist gefährlich, da die Sporen vom Regen in den Boden gespült werden und die Knollen infizieren. Diese können dann bis zu einem Monat lang im Keller verfaulen.

  1. Das Entfernen des Laubs ist ein entscheidender Schritt
    Auch wenn das Laub vertrocknet aussieht, sollten Sie nicht zögern. Sobald Krautfäule an den Blättern in Form schnell wachsender brauner Flecken auftritt, sollten die oberirdischen Pflanzenteile gemäht, vom Feld geharkt und vernichtet werden.

Frist: 10–14 Tage vor der geplanten Ernte. In dieser Zeit verhärtet sich die Schale der Knollen.

Wird das Laub nicht entfernt, kommen die befallenen, feuchten Teile beim Ausgraben mit den Knollen in Kontakt, wodurch das Infektionsrisiko deutlich steigt.

  1. Letzte Behandlung des Laubs
    Werden die Kartoffeln zu früh, beispielsweise Anfang August, geerntet, sollten spezielle Kartoffelfungizide eingesetzt werden, um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen:

„Shirlan“ oder „Revus“. Von den kupferhaltigen Kontaktpräparaten kann „Gart“ verwendet werden. Die Behandlung wird je nach Witterungsbedingungen, Krankheitsverlauf und Herstellerangaben im Abstand von 7–10 Tagen wiederholt. Die Kartoffeln dürfen erst verarbeitet werden, wenn das Laub zu trocknen beginnt.

Teil 3. Was für beide Kulturen funktioniert: Regeln für den Saisonabschluss

  1. Trockenheit im Gewächshaus
    Wenn Tomaten im Gewächshaus wachsen, sollte die Bewässerung auf ein Minimum reduziert werden. Morgens sollte die Tür vollständig geöffnet werden, um Kondenswasser zu entfernen. Ein feuchtes Gewächshausdach ist ein idealer Nährboden für Krautfäule. Die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus sollte 70 % nicht überschreiten.
  2. Kupfer
    Wenn Sie systemische Mittel grundsätzlich vermeiden möchten, können Sie 1%ige Bordeauxbrühe oder das kupferhaltige Kontaktfungizid „Gart“ verwenden. Diese Mittel bleiben auf der Pflanzenoberfläche und wirken hauptsächlich vorbeugend. Daher erzielen sie die besten Ergebnisse auf noch gesunden Blättern.
  3. Heuschnupfen
    Sie können beispielsweise „Fitosporin“ eines ukrainischen Herstellers, z. B. von TD „Kisson“, verwenden. Bei einem akuten Krautfäulebefall im kalten und regnerischen August ist die Wirkung dieses biologischen Produkts jedoch schwächer und es kann nur als unterstützendes Mittel eingesetzt werden.
  4. Vernichtung von Pflanzenresten
    Im Herbst dürfen befallene Tomaten- und Kartoffelpflanzen keinesfalls kompostiert werden. Sie können im Folgejahr zur Infektionsquelle werden. Solche Pflanzenreste sollten entfernt und gemäß den örtlichen Vorschriften fachgerecht entsorgt werden.

Wenn Sie feststellen, dass die Krautfäule bereits mehr als 30 % des Strauchs befallen hat, verschwenden Sie keine Zeit und keine Mittel, um ihn zu retten – retten Sie die Früchte. Ernten Sie die Früchte, verarbeiten Sie sie und lassen Sie sie nachreifen. Dies ist am Ende des Sommers die beste Vorgehensweise.