Wie man Gurken im August düngt, um die Fruchtbildung zu verlängern
Im August sind die Gurkenpflanzen bereits geschwächt, die Nächte werden kälter, und die größte Gefahr geht nicht von Nährstoffmangel aus, sondern von Wurzelfäule und Falschem Mehltau (auch Echter Mehltau genannt). Daher sollte die Düngung schnell, gezielt und mit Fokus auf die Gesundheit von Wurzeln und Blättern erfolgen. Hier ist ein Aktionsplan, unterteilt in Besprühen, was jetzt am effektivsten ist, und Gießen.
Notfallhilfe für die Blätter – Besprühen
Wenn die Nachttemperatur unter +12 Grad fällt, arbeiten die Wurzeln deutlich schlechter. Während die Blätter gelb werden, können die Wurzeln im nassen, kalten Boden ausharren. Daher düngen wir nur über die Blätter.
Das beste Rezept für „Verjüngung“
Für 10 Liter Wasser benötigen Sie:
Harnstoff – 1 EL pro Liter Wasser (ohne Streuer). Er liefert Stickstoff für neue Blätter.
Kaliummonophosphat – 1 TL. Dies liefert Phosphor für die Wurzeln und Kalium für Geschmack und Widerstandsfähigkeit.
Zirkon oder Epin – 1 Ampulle. Dies ist ein Anti-Stressmittel, das die Lebensdauer von Gurkenpflanzen verlängert.
Molke – 1 l. Sie schafft ein saures Milieu auf den Blättern, das Pilzbefall hemmt.
Besprühen Sie die Blätter morgens oder abends und benetzen Sie sie dabei beidseitig großzügig. Diese Behandlung verlängert die Fruchtbildung um weitere 2–3 Wochen.
Unter der Wurzel – bei warmen Nächten: Wenn die Nachttemperatur über +14 °C liegt, können Sie die Gurken unter der Wurzel gießen. Bei Kälte ist Besprühen die bessere Alternative.
Option 1: Kaliumdüngung für gerade und dichte Früchte: Kaliumsulfat – 1 EL pro 10 l warmes Wasser (ca. +24 °C). Chlorhaltige Düngemittel wie Kaliumsalze sind für Gurken ungeeignet.
Oder Aschelösung: 1 Tasse Asche in 2 Liter kochendes Wasser geben, über Nacht stehen lassen und mit Wasser auf 10 Liter auffüllen. Dies liefert Kalium, Phosphor und bewirkt gleichzeitig eine leichte Desoxidation des Bodens.
Option 2: Stickstoff-Nothilfe bei stark vergilbten Blättern
Calciumnitrat – 20 g pro 10 Liter Wasser. Calcium verhindert das Absterben der Blattspitzen und sorgt für knackige Früchte.
Wichtig: Calciumnitrat darf nicht zusammen mit Asche und Sulfaten verwendet werden.
Wurzelschutz ist wichtiger als Düngung
Im August welken die Triebe oft, obwohl die oberirdischen Teile noch grün sind. Ursache kann Wurzelfäule sein. Ihre Aufgabe ist es, die Pflanze beim Wachstum neuer Seitenwurzeln zu unterstützen.
Heben Sie die Erde um den Stamm herum aus, sodass die Basis freiliegt. Besprühen Sie Stamm und obere Wurzeln großzügig mit Fitosporin-M oder einem anderen biologischen Fungizid gemäß Gebrauchsanweisung. Bestreuen Sie den Stängel nicht mit Erde, sondern mit verrottetem Kompost oder Kokossubstrat. Dieses ist locker und warm und regt so die Bildung neuer weißer Wurzeln direkt am Stängel an.
Nützlicher Tipp: Entfernen Sie alle Ranken unbedingt. Sie entziehen den Früchten wichtige Nährstoffe. Schneiden Sie außerdem alle Blätter unterhalb der Erntezone ab – sie sind funktionslos, beschatten die Pflanzen und führen zu Staunässe.
Der Schlüssel zu einer langen Gurkenernte liegt in der Anwendung von Zirkon auf den Blättern, einer Kaliumdüngung und dem Schutz der Wurzeln vor Kälte. Eine Mulchschicht aus frischem Gras oder Heu mit einer warmen Abdeckung der Wurzeln verlängert die Lebensdauer des Gurkenbeets bis September.