Trichoderma für Gurken: So verlängern Sie die Fruchtbildung in der zweiten Sommerhälfte
Trichoderma ist eine wahre Geheimwaffe für Gurken, besonders in der zweiten Sommerhälfte, wenn die Wurzeln bereits geschwächt sind und die Nächte kühler werden.
Damit diese Geheimwaffe ihre volle Wirkung entfalten kann, ist es wichtig, einige Details zu beachten.
Warum Trichoderma die Lebensdauer eines Gurkenbeets verlängert
Im Juli und August leiden Gurken unter drei Problemen gleichzeitig: Wurzelfäule, da der Boden nachts feucht und kalt ist, Falscher Mehltau, der sich durch gelbe Flecken auf den Blättern äußert, und Wurzelalterung. Trichoderma löst diese Probleme umfassend.
Es vernichtet Konkurrenten. Der Trichoderma-Pilz ist ein aggressiver Räuber. Er umschlingt und zerstört die Erreger von Fäulnis und Mehltau.
Es stärkt die Wurzeln. Durch die Besiedlung der Wurzelzone verhindert Trichoderma die Entwicklung von Krankheitserregern, und selbst ältere Wurzeln versorgen die Pflanzen weiterhin mit Wasser und Nährstoffen.
Es stimuliert die Immunität. Trichoderma sondert auf den Blättern Stoffwechselprodukte ab, die die Pflanze widerstandsfähiger gegen Krankheiten machen.
So optimieren Sie die Wirkung: Trichoderma kann und sollte angewendet werden, ist aber ein lebender Organismus und kann leicht abgetötet oder unwirksam gemacht werden.
- Direkt unter der Wurzel: Die richtige Nährstoffmischung. Verdünnen Sie das Mittel einfach gemäß Anleitung und gießen Sie – das ist in Ordnung. Im August ersticken die Wurzeln jedoch oft in dichtem Boden. Trichoderma benötigt organische Substanz und Luft zur Vermehrung.
Verbesserung: Mischen Sie das Mittel vor dem Gießen mit etwas natürlicher Nährstoffbasis. Ideal: eine Handvoll verrottete Sägespäne, Samenschalen oder 1–2 Liter Brennnesseltee ohne starken Ammoniakgeruch pro Eimer Wasser. Gießen Sie nicht direkt auf den Boden, sondern mulchen Sie das Beet leicht. Wichtig: „Nein“. Ich möchte die Gurken jetzt unbedingt mit Gülle für die „zweite Welle“ düngen, aber Ammoniak und frische organische Substanz hemmen Trichoderma. Warten Sie mindestens 3–4 Tage zwischen solchen Düngungen und der Anwendung des Pilzes.
- Auf den Blättern: Tückischer pH-Wert und Haftung
Trichoderma überlebt nicht lange auf den Blättern, es wirkt als biologisches Kontaktfungizid. Ihre Aufgabe ist es, für mindestens einige Stunden günstige Bedingungen für es zu schaffen, damit es Zeit hat, den Krankheitserreger zu bekämpfen.
Wasser. Verwenden Sie kein Wasser direkt aus einem Brunnen oder der Wasserleitung, da Chlor für nützliche Mikroorganismen tödlich ist. Das Wasser muss geschützt und auf Raumtemperatur erwärmt werden.
Die Geheimzutat ist Melasse. Geben Sie 1 TL Melasse oder alte, schimmelfreie Marmelade zu 1 Liter Wasser. Dies weckt die Sporen. Sie werden schneller aktiv und beginnen zu wirken. Haftung. Das Gurkenblatt ist hart. Geben Sie 20–30 g Seife pro 10 l in die Sprühflasche, vorzugsweise grüne oder Haushaltsseife, oder einen speziellen Biokleber. Andernfalls tropft die Lösung einfach auf den Boden, und die Weiterverarbeitung ist nahezu sinnlos.
Plan für Juli/August, um die Fruchtbildung wieder anzuregen
Für eine Augusternte vom Strauch befolgen Sie diesen Rhythmus.
Ende Juli: Verjüngung der Triebe
Schneiden Sie alle gelben und unteren Blätter bis ins gesunde Gewebe ab. Keine Sorge – die alten Blätter regenerieren sich nur. Bestreuen Sie den verlängerten, kahlen Stängel mit Erde oder Humus. Trichoderma fördert die schnelle Bildung neuer, zusätzlicher Wurzeln.
Behandlung mit Trichoderma. Gießen Sie abends Ihre Mischung mit organischem Material unter die Wurzeln.
August: Schutz vor kaltem Tau
Besprühen Sie die Blätter alle 10–14 Tage. Tun Sie dies unbedingt nach Regen, da dieser den Schutzfilm des Pilzes abwäscht.
Wechseln Sie Trichoderma mit Präparaten gegen Heuschnupfen ab, beispielsweise mit den biologischen Präparaten Fitotsid-r, Baktofit oder anderen erhältlichen Analoga auf Basis von Bacillus subtilis. Es handelt sich dabei um zwei verschiedene „Nützlinge“, die in unterschiedlichen Temperaturbereichen wirken. Heuschnupfenmittel wirken in kühlen Nächten (10–15 °C) besser als Trichoderma, während Trichoderma bei 20–25 °C seine volle Wirkung entfaltet.
Tipp: Ernten Sie die Blätter so oft wie möglich und lassen Sie keine Samenkapseln wachsen. Sobald die Pflanze mindestens eine gelbe Gurke zur Samenbildung hervorgebracht hat, hat sie ihre biologische Aufgabe erfüllt und bildet keine neuen Blätter mehr, selbst wenn Sie sie mit Trichoderma besprühen.