19.08.2026

Tomaten freuen sich über diese Düngemittel im Juli.

Від Solia Solia

Im Juli treten Tomaten in eine entscheidende Phase ein: Sie blühen intensiv, füllen die Fruchtstände und beginnen zu reifen. In dieser Zeit ändern sich ihre Bedürfnisse. Hier sind die Düngemittel, die sie im Hochsommer besonders benötigen, mit Rezepturen und wichtigen Hinweisen.

  1. Kalium-Phosphor-„Cocktail“, die Basis für die Basis
    Im Juli tritt Stickstoff in den Hintergrund, da die Pflanze sonst an den Trieben „fett“ wird. Kalium, das für Geschmack, Zuckergehalt und Fruchtdichte verantwortlich ist, und Phosphor, notwendig für Wurzeln und Reifung, rücken in den Vordergrund.

Mineralische Variante, schnelle Wirkung
Kaliummonophosphat. Ein idealer, stickstofffreier Reindünger.
Rezeptur: 1 EL (ohne Strich) auf 10 Liter Wasser.
Wirkung: Erhöht den Zuckergehalt deutlich, beschleunigt die Rötebildung, beugt Triebfäule vor.
Kalimagnesiumsulfat (Kaliumsulfat + Magnesium).
Rezeptur: 20 g (ca. 1 EL) auf 10 Liter Wasser.
Wirkung: Wenn die Blätter gelb werden und die Adern sichtbar sind, ist dies das richtige Zeichen. Die Früchte werden leuchtender.
Aschelösung, organische Variante
Holzasche besteht hauptsächlich aus Kalium und Kalzium sowie Spurenelementen.

Zubereitung: 2 Tassen Asche mit 2 Litern kochendem Wasser übergießen und einen Tag ziehen lassen. Abseihen und mit bis zu 10 Litern Wasser auffüllen.
Wichtig: Asche nicht gleichzeitig mit Stickstoffdüngern, Mist, Harnstoff und Superphosphat mischen – diese neutralisieren sich gegenseitig. Abstand von einer Woche einhalten.

  1. Kalzium-Düngung, Schutz vor Fruchtfäule
    Im Juli bilden sich oft schwarze Stellen am Boden der Früchte – dies deutet auf Kalziummangel hin. Selbst wenn ausreichend Kalzium im Boden vorhanden ist, kann es in der Hitze nicht aufgenommen werden.

Kalziumnitrat. Der einzige im Juli zulässige Stickstoffdünger, da der Stickstoffgehalt (14 %) gering, der Kalziumgehalt (19 %) jedoch hoch ist.
Zubereitung: 1 EL Ein Esslöffel pro 10 Liter Wasser.
Tipp: Morgens oder abends auf die Blätter sprühen (Blattdüngung). So gelangt das Kalzium direkt in die Früchte und umgeht die Korken in den Gefäßen der Pflanze. Eine Bewässerung unter der Wurzel ist bei Triebspitzenfäule weniger wirksam.

  1. Borsäure für die Fruchtknoten bei Hitze
    Bei Temperaturen unter 30 °C wird der Tomatenpollen steril, und die Blüten fallen leer ab. Borsäure unterstützt die Fruchtbildung.

Rezeptur: 2 g Pulver auf einer Messerspitze in etwas heißem Wasser auflösen (löst sich nicht in kaltem Wasser) und anschließend auf 10 Liter auffüllen.
Anwendung: Nur die Blütenstände besprühen, maximal einmal im Monat.

  1. Brodilka, Notfallhilfe für die Immunität
    Dies ist kein Hauptnahrungsmittel, sondern ein „Energiebooster“ und schützt vor Krautfäule, die Tomaten besonders gut vertragen. Es handelt sich um Molke oder Hefe.

Molke + Jod:
Rezept: 1 Liter Molke (keine Milch!) + 10 Tropfen Jod pro 10 Liter Wasser.
Wirkung: Milchsäurebakterien hemmen den Pilzbefall, Jod wirkt antiseptisch und beschleunigt als Spurenelement die Reifung.
Bewässerungs- und Düngeplan im Juli:
Die richtige Bewässerung ist sehr wichtig. Bei Hitze sollten Tomaten seltener, aber reichlich gegossen werden.

  1. Anfang Juli, Fruchtbildungsphase: Gießen + Kaliummonophosphat unter die Wurzeln geben.
  2. Nach 3–4 Tagen: Blätter mit Calciumnitrat besprühen, falls Anzeichen von Blütenfäule auftreten, oder mit Borsäure, falls die Blütenbildung schwach ist.
  3. Mitte Juli, Beginn der Rotfärbung: Gießen + Aschelösung oder Kaliummagnesiumcarbonat.
  4. Regelmäßig, alle 10–14 Tage: Vorbeugendes Besprühen der Blätter mit Jodlösung.

Tipp: Düngen Sie niemals trockene Erde. Bewässern Sie das Beet zuerst gründlich mit sauberem Wasser und düngen Sie erst nach ein bis zwei Stunden, da Sie sonst die Wurzeln verbrennen.