08.08.2026

Tomaten im August mit Asche düngen: So werden die Früchte süßer und fleischiger

Від Solia Solia

Im August wird der Gärtner zum wahren Strategen. Die Nächte werden kälter, der Tau stärker, und die Krautfäule ist uns dicht auf den Fersen. Nervös zupfen wir die Blätter ab, begutachten jeden Strauch genau und warten gespannt darauf, dass die Tomaten endlich rot werden.

Doch nur wenige denken daran, dass Tomaten in dieser Zeit weniger Stickstoff als vielmehr eine schnelle Unterstützung mit Kalium und verfügbaren Nährstoffen benötigen. Und hier kommt gewöhnliche Holzasche, die oft nach dem Abbrennen von Öfen, Badehäusern, Grills oder trockenem Gras übrig bleibt, ins Spiel.

Warum ist Asche gerade im August so nützlich? Am Ende des Sommers ist der Boden bereits ausgelaugt, und die Tomatenwurzeln arbeiten weniger aktiv als zu Beginn der Saison. Dies macht sich besonders nach kalten Nächten bemerkbar, wenn der Boden abkühlt und die Pflanzen Nährstoffe schlechter aufnehmen.

Eine Aschelösung wirkt in dieser Zeit wie ein Rettungsanker, denn sie versorgt die Tomaten mit wichtigen Elementen in besser verfügbarer Form. Asche hilft gleich in mehrfacher Hinsicht.

Erstens trägt sie zu einer schnelleren Fruchtreife bei. Kalium ist für den Transport von Zucker aus den Blättern in die Früchte verantwortlich. Dadurch reifen Tomaten schneller rot und werden nicht wässrig, sondern süßer und aromatischer.

Zweitens stärkt Asche die Pflanzenimmunität. Erhalten Tomaten ausreichend Kalium, wird ihr Gewebe kräftiger, und die Pflanze selbst übersteht die sinkenden Temperaturen im August besser.

Drittens enthält Asche Kalzium, das wichtig ist, um Fäulnis am Strunk zu verhindern. Ein Mangel daran äußert sich oft durch dunkle Flecken an der Unterseite der Früchte.

Der häufigste Fehler: Asche einfach auf das Beet streuen. Viele nehmen eine Handvoll Asche und werfen sie einfach unter die Pflanze. Im August bringt diese Methode jedoch kaum eine schnelle Wirkung. Trockene Asche zersetzt sich nicht und steht sofort zur Verfügung, während Tomaten die Nährstoffe umgehend benötigen.

Außerdem reagiert Asche alkalisch. Wird sie unkontrolliert, insbesondere auf die Bodenoberfläche, gestreut, kann das Gleichgewicht gestört und die Aufnahme bestimmter Nährstoffe blockiert werden. Daher ist es besser, keine trockene Asche zu streuen, sondern eine sorgfältig zubereitete Aschelösung zu verwenden.

So bereiten Sie eine Aschelösung für süße Tomaten zu
Im August ist es sinnlos, Asche lange ziehen zu lassen, da jeder Tag kostbar ist. Wir benötigen eine schnell wirkende Nährlösung, die direkt unter die Wurzeln gegeben werden kann.

Für 10 Liter Wasser benötigen Sie:

gesiebte Holzasche – 1 Tasse (ca. 200 g);

warmes Wasser – 10 Liter;

9%iger Essig – 1 Tasse. Verwenden Sie am besten saubere Holzasche ohne Verunreinigungen durch Müll, Plastik, lackierte Bretter oder Kohle. Birken-, Obstbaum- oder trockene Grasasche eignet sich am besten.

Die Asche wird mit warmem Wasser vermischt, gut umgerührt und mit Essig versetzt. Der Essig neutralisiert die Alkalität der Asche und hilft, einen Teil des Kalziums in eine besser verfügbare Form zu überführen. Diese Lösung wirkt schonender und eignet sich besser für die oberflächliche Düngung im August, wenn die Pflanzen schnell Unterstützung benötigen.

Gießen Sie nur, wenn die Erde feucht ist. Üblicherweise wird etwa 1 Liter Lösung pro Strauch verwendet. Diese Düngung sollte nicht auf trockenem Boden erfolgen, um die Wurzeln nicht zu schädigen.

Die restliche Aschesuspension kann zur Behandlung der Blattunterseiten verwendet werden. Dies beugt Pilzkrankheiten zusätzlich vor. Die Behandlung sollte abends oder bei bewölktem, trockenem Wetter erfolgen.

Schnellbehandlung der Blätter bei Zeitnot:
Wenn Tomaten lange nicht reifen oder die Sträucher geschwächt sind, kann eine Blattdüngung durchgeführt werden. Sie wirkt schneller, da ein Teil der Nährstoffe direkt auf die Blattoberfläche gelangt.

Dafür benötigen Sie:

100 g Asche;
1 l Wasser zum Kochen;
Wasser zum Auffüllen auf 10 l;
30–40 g Waschmittelspäne.
Die Asche wird mit 1 l Wasser übergossen, etwa 20 Minuten gekocht, anschließend abseiht und mit sauberem Wasser auf 10 l aufgefüllt. Anschließend wird geriebene Waschseife hinzugefügt, damit die Lösung besser an den Blättern haftet.

Tomaten werden abends auf trockene Blätter gesprüht, wobei Ober- und Unterseite gleichermaßen benetzt werden sollten. Diese Behandlung bildet einen dünnen Film auf der Blattoberfläche, der die Entwicklung von Pilzsporen erschwert. Kalium unterstützt die Pflanze zusätzlich während der Fruchtreife.

Die goldene Regel Mitte August: Sobald die ersten Triebe gut gefüllt sind, sollten Tomaten mit Holzasche gedüngt werden. Stickstoff sollte in dieser Zeit jedoch vermieden werden. Kräuteraufgüsse, Mist und andere stickstoffhaltige Zusätze können zu einem Verdicken der Triebe führen, die Reifung verzögern und sogar das Aufplatzen der Früchte begünstigen.

Im August sollten Tomatenpflanzen nicht für das Grün, sondern für die Ernte vorbereitet werden. Geben Sie ihnen Kalium, Kalzium und eine leichte Unterstützung mit Holzasche – so reifen die Früchte schneller, werden süßer und behalten ihren sommerlichen Geschmack, selbst wenn der Herbst draußen schon spürbar ist.