Wie man Karotten im August ein letztes Mal düngt, um große und gleichmäßige Wurzelgemüse zu erhalten
Anfang August erreichen Karotten die wichtigste Wachstumsphase – die Wurzelbildung. Kalium und Phosphor sind jetzt essenziell, Stickstoff hingegen muss vollständig entzogen werden. Andernfalls wachsen die Blätter üppig, während die Wurzeln klein, wässrig oder rissig werden.
Hier sind drei Düngemöglichkeiten zur Auswahl, je nachdem, was Sie zur Hand haben und wie das Wetter ist.
- Ascheaufguss – Kalium, Phosphor und Spurenelemente
Die sicherste und effektivste Option. Asche fördert die Zuckeranreicherung, wodurch die Karotten süßer werden, unterstützt die Wurzelreife und hält gleichzeitig die Möhrenfliege fern.
Zubereitung: 1 Glas (200 ml) Holzasche mit 2–3 Litern kochendem Wasser übergießen und über Nacht ziehen lassen. Am Morgen mit klarem Wasser auf 10 Liter auffüllen.
Anwendung: Nach dem Gießen oder Regen vorsichtig in den Reihenzwischenraum auf feuchten Boden gießen, ca. 3–4 Liter pro Quadratmeter.
- Kaliummonophosphat – Notfall-Blattdüngung
Dieser Mineraldünger ist ideal für August, da er nur Kalium und Phosphor, aber keinen Stickstoff enthält. Er ist besonders wirksam bei feuchtem Wetter, wenn die Wurzeln Nährstoffe schlecht aus dem Boden aufnehmen.
Zubereitung: 10 g (ca. 1 TL) ohne Zugabe von Kaliummonophosphat auf 10 Liter Wasser.
Anwendung: Abends nach Sonnenuntergang auf die oberirdischen Pflanzenteile sprühen (Blattdüngung). Die Blattdüngung wirkt schneller als die Bewässerung von unten.
- Borsäure – für Zuckergehalt und Haltbarkeit
Bor ist für den Zuckertransport von den oberirdischen Pflanzenteilen in die Wurzel verantwortlich. Ohne Bor können Karotten bitter werden, sind schlecht lagerfähig und haben ein raues Kerngehäuse. Wichtig: Bor wird erst nach der Kaliumdüngung und nicht anstelle davon angewendet.
Zubereitung: 2 g Boraxpulver auf die Spitze eines Teelöffels geben und zunächst in einem Glas heißem Wasser auflösen, da es sich in kaltem Wasser nicht löst. Anschließend in einen 10-Liter-Eimer geben.
Anwendung: Die oberirdischen Pflanzenteile besprühen. Dies ist eine optimale Schlussdüngung.
Wichtiger Hinweis: Im August sollten Sie keinesfalls Mist, Gründüngung, Harnstoff oder Salpeter ausbringen – all dies führt zu haarigen, unansehnlichen Wurzelspitzen und Rissbildung.
Verwenden Sie auch kein Kaliumchlorid – Karotten vertragen kein Chlor.
Maßnahmenplan für Anfang August: Ist der Boden trocken, wässern Sie das Beet zunächst mit klarem Wasser.
Düngen Sie anschließend mit Aschelösung oder Kaliummonophosphat. Nach 5–7 Tagen besprühen Sie die Pflanzen mit Borax, um die Süße zu verbessern.